Simulation in Perfektion

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„Bleib auf dem Gas. Hände auf dem Lenkrad. Leicht dagegenhalten. Du kannst die Kurve nun voll nehmen. Sehr gut. Jetzt aufpassen, da ist eine scharfe Rechtskurve. Runterschalten in den zweiten Gang. Bremsen. Bremsen!“ Rums! Schon stecke ich in den Leitplanken fest.

Willkommen in der virtuellen Welt von MaTo-Racing. Natürlich ist meinem Fahrzeug nichts passiert. Ebenso wenig habe ich mich bei meinem Crash verletzt, aber trotzdem schaue ich instinktiv nach links und nach rechts, ob noch alles an mir dran ist.

So echt fühlt sich der Fahrsimulator von Nicole Holzer an, den Marko Vincze und Tomislav Opacic im Riedinger Park seit einigen Wochen anbieten. „Ich wage zu behaupten, dass es der realistischste und damit beste Simulator in Süddeutschland, wahrscheinlich sogar in ganz Deutschland ist“, verspricht Opacic. Dabei verlässt er sich auch auf das Feedback von Fabian Vettel. Der kleine Bruder des Formel 1-Weltmeisters Sebastian Vettel, der in den GT Masters fährt, testete im Vorfeld den Simulator und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis: „Bis auf die fehlenden G-Kräfte, kommt er sehr nah an die Realität heran. Das ist ideal zum Trainieren.“

Tatsächlich reagiert der Simulator abhängig vom Straßenbelag, vom Wetter und natürlich von der Fahrzeugauswahl stets unterschiedlich: Über 250 Modelle inklusive original Abstimmungen stehen zur Auswahl. Vom Abarth bis zum Ferrari kann auf über 80 detailgetreuen Strecken gefahren werden. Gesteuert wird alles – natürlich in Rennhandschuhen – mit einem original Lenkrad aus der GT-Serie, jeder Fahrer nimmt auf einem echten Rennschalensitz Platz. Das Cockpit besteht aus drei 65-Zoll-Monitoren in 4K. Das AJ war rasend vor Begeisterung: Nur die Realität ist echter!

„Zu uns kann jeder kommen. Gerne auch eine Gruppe, die sich im Kampf um die beste Rundenzeit gegenseitig anfeuert. Wir hatten aber auch schon Kartfahrer und Profifahrer hier“, berichtet Vincze. Weil man weitere Modelle in den Simulator einbauen könne, sei es sogar möglich sein eigenes Auto in die Boxengasse zu stellen. „Ideal auch für Ingenieure, die mit ihrem Modell noch nicht auf die echte Straße wollen oder dürfen“, weiß Opacic. Natürlich besteht auch die Möglichkeit mit VR-Brille zu fahren.

Zu jeder Einheit gibt es Coaching-Tipps, auch von Namensgeberin Nicole Holzer. Nachdem sie in diesem Jahr von der Rallye auf die Rundstrecke (Creventic-Serie) wechselte, bereitete sie sich auch im Simulator auf ihre Saison vor. Das Ergebnis: Die 21-Jährige belegte in der Ladies-Wertung den ersten Platz.