Der Kleine wird groß

AUTOTEST So fährt sich der Audi A1 Sportback

Schon auf den ersten Blick wird klar: Die zweite Generation des Audi A1 Sportback ist sportlicher geworden. Kantige und muskulöse Linien sorgen für einen bulligen Look und die Lüftungsschlitze zwischen Kühler und Motorhaube erinnern an legendäre Ur- und Sport quattro-Modelle. Im Cockpit jedoch hat analog ausgedient und die Moderne Einzug erhalten: Das 10,25-Zoll-Display informiert über Tempo, Drehzahl und Datum, auch den Infotainment-Touchscreen kennt man aus höheren Audi-Klassen. Erfreulich: Im Fond sitzt der Fahrer ausgezeichnet und freut sich über die ihm zugeneigte Mittelkonsole. Kleinere Abzüge gibt es für das großzügig verwendete Hartplastik, das eigentlich nicht so zur noblen Audi-Etikette passt. Es bleibt aber der einzige Kritikpunkt. Denn Fahren lässt sich der Audi A1 perfekt!

Hart abgestimmt und mit einer exzellenten Lenkung ausgestattet, gehört das Fahrwerk zur Oberliga. Selbst bei hohen Drehzahlen knurrt das Aggregat eher zahm und so vergisst man schon mal die Gänge fünf und sechs, weil der Motor auch im vierten noch am Gas hängt. Den Sprint auf 100 km/h gibt Audi mit 9,4 Sekunden an, der Verbrauch liegt bei 5,3 Litern (120 g CO2/km). Dieselmotoren gibt es keine.

An Bord ist in allen Modellen dass Audi Pre Sense Front, also das Radarsystem, das vor kritischen Situationen warnt, wie auch der Spur-Assistent, der auch bei hoher Geschwindigkeit funktioniert. Neben der Möglichkeit, den Audi A1 individuell auszustatten und funktional aufzurüsten (zum Beispiel mit Induktionsladefläche fürs Smartphone), lässt sich Audis Neuer auch optisch umgestalten. So werden elf Außenfarben angeboten, auch das Dach kann in einer Kontrastfarbe bestellt werden.

Fazit: Aus dem in erster Generation teilweise als knuffig bezeichneten Audi A1 haben die Ingolstädter einen richtig sportlichen Kleinwagen gemacht. Ein Modell mit bis zu 200 PS bedeutet Fahrspaß, ein cleveres Raumkonzept sorgt dafür, dass es im Audi A1 nicht zu eng wird. Die Preisspanne beginnt laut Audi bei weniger als 20.000 Euro.

Text/Bild: Amedovski