12 Auftritte in 2 Wochen

Daniel-Kalbarczyk

Daniel Kalbarczyk ist Vollblutmusiker und als Gitarrist mit Lions Head auf Tour. Er erzählt dem A-YOU! von Lichtshows, Auftritten und Lampenfieber

Seit dem 24. November ist der gebürtige Augsburger Daniel Kalbarczyk mit Lions Head auf Tour. Das erste Konzert gaben sie in Wien und das letzte spielen sie am 9. Dezember in München. In den rund zwei Wochen haben sie ganze 12 Auftritte zu absolvieren – ganz schön stressig, oder? „Das ist auf jeden Fall richtig anstrengend, aber es ist ein tolles Gefühl in den ganzen Clubs zu spielen. Im Sommer hatten wir viele Shows auf Festivals, da sind 40.000 Menschen und ich steh auf der Bühne ca. 20 Meter von der ersten Reihe entfernt. Auf dieser Tour sind wir nur in Clubs, die für 500 Leute ausgelegt sind. Dementsprechend nahe ist man den Fans.“ Mit dem Song „When I wake up“ sürmten sie 2016 die Top-50 der Charts.

Mit am Start bei Lions Head ist Gitarrist Daniel seit der Gründung vor fünf Jahren. Frontmann Ignacio Uriarte, auch Iggy genannt, ist amerikanischer Singer-Songwriter und Popmusiker. Er kam wegen eines Projektes, das er mit zwei Freunden aus München startete, nach Deutschland und wurde prompt von einer Managerin angesprochen, ob er nicht länger in der Bayernmetropole bleiben wolle. Durch sie lernen sich die beiden Vollblutmusiker kennen. Anfänglich geben zwei Produzenten Beats vor und Iggy liefert die Vocals darüber. Doch schnell arbeiten er und Daniel zusammen an Iggys eigenem Projekt, weil sich der USAler eher zu dem Konzept „Singer-Songwriter“ hingezogen fühlt. Kalbarczyk erklärt, dass Lions Head ein solistisches Herzensprojekt von Iggy sei und alle, die mit ihm arbeiten, dem 32-Jährigen gerne dabei helfen, seine Ideen umzusetzen. „Die ersten Songs haben wir zu zweit bei ihm oder bei mir zu Hause aufgenommen. Doch er war immer die tragende Kraft. Jedes Projekt hat nämlich genau einen, der die Ideen hat und die Anderen helfen nur bei der Umsetzung.“

Lions Head hat sich mittlerweile vergrößert und die Band steht nun zu viert auf der Bühne. Auf ihrer Bus-Tour reisen sie mit einer Crew von insgesamt 12 Personen und schlafen hauptsächlich in Hotels. Bei den Shows werden viele neue Songs performt, die aktuell noch nicht als Album erhältlich sind. Daniel hat neben seiner Funktion als Gitarrist auch die Aufgaben des Musical Directors und plant somit die kompletten Auftritte. „Ich bin dann schon sehr stolz darauf, wenn beispielsweise die Lichtshow und die Effekte immer besser werden. Am allermeisten freue ich mich auf die Abschluss-Show in München, weil sehr viele Freunde und Bekannte dabei sein werden. Die haben mich schon lange nicht mehr live gesehen. Wenn ich eine Person aus dem Publikum kenne, bin ich aber immer mindestens doppelt so aufgeregt, weil man im Anschluss dann direktes und ehrliches Feedback bekommt.“

Früher haben die Musiker von Lions Head nach den Shows öfter mit ein paar Bieren gefeiert, doch mittlerweile sind sie ruhiger geworden. „Es hängt einfach so viel daran. Für die eigene Zufriedenheit ist es enorm wichtig ob man eine 95-prozentige Show spielt oder eine 99-prozentige. Man muss fit und auskuriert sein für die Auftritte“, so Daniel.

Nach der Show ist schließlich vor der Show – und Lions Head geben immer ihr Bestes!

Text: Madeleine Habersetzer