Mmhh lecker …

Maciek-Bruzko

… schmeckt es bald bei Maciek Bruzgo – wie ihm Crowdfunding dabei hilft seinen Traum vom eigenen Café Leckamann zu realisieren

Ein neues Musikalbum, ein eigenes Modelabel oder ein innovatives Start-up-Unternehmen – immer mehr junge Menschen versuchen ihre Träume mit Hilfe von Crowdfunding zu realisieren. Das klappt mal mehr und mal weniger gut, ist aber eine interessante Alternative, wenn einem das nötige Kleingeld fehlt. Die Idee dahinter ist eigentlich ganz simpel: Gründer oder Personen, die ein bestimmtes Projekt umsetzen möchten, können mittels einer sogenannten „Gruppenfinanzierung“ Gelder sammeln.

Privatpersonen beteiligen sich mit jedweder Geldsumme am Unternehmen und stellen dem Gründer somit neu generiertes Eigenkapital zur Verfügung, wodurch die finanzielle Realisierung des jeweiligen Projektes ermöglicht wird. Der Aufruf dazu erfolgt meist im Netz und mittlerweile gibt es in Deutschland zahlreiche Plattformen, die potenziellen Gründern eine Fläche bieten, auf der sie für ihre Ideen werben können. Ob und was die stillen Teilhaber dann als Gegenleistung für ihre Finanzspritze erwarten können, bleibt jedem Gründer selbst überlassen.

Im Fall von Maciek Bruzgo wäre das vielleicht ein leckeres Mittagessen oder ein gesunder Snack für unterwegs. Der 29-Jährige eröffnet nämlich am 6. Mai sein erstes eigenes Café Leckamann im Bleigässchen 2 nahe Königsplatz und versucht gerade via Crowdfunding noch Geld für gute Küchengeräte und Co. zu sammeln, damit er seinen zukünftigen Gästen bestmögliche Verköstigung bieten kann. „Ich bin Koch aus Leidenschaft. Schon als ich noch ganz klein war, habe ich meiner Mama immer beim Kochen über die Schulter geschaut. Jahre später habe ich dann schließlich eine zweijährige Ausbildung zum Koch absolviert.“ 2013 verschlug es den gebürtigen Polen nach Aufenthalten in ganz Europa dann endgültig nach Deutschland in die Fuggerstadt, in der er sich sehr zu Hause fühlt. Und hier hat er sich schon durch sämtliche angesagte Küchen gekocht: Blaue Kappe, Café 13, Picnic, Lokalhelden und die Färberei, um nur einige seiner Stationen zu nennen.

Nun hat er sich dazu entschlossen, sein eigenes Lokal Leckamann zu eröffnen. „Für mich gibt es nichts Schöneres als meine Gäste mit immer wieder neuen Ideen zu begeistern. Ich möchte den Leuten Abwechslung bieten, regional und gleichzeitig global sozusagen. Es gibt dann z. B. polnische Piroggi, also gefüllte Teigtaschen, mit modernen Beilagen serviert, vor allem gesund und frisch soll es sein. Ob vegan, vegetarisch, oder auch mal mit Fleisch, bei mir ist für jeden Geschmack etwas dabei.“ Geplant sind nicht nur Tagesgeschäft und Feinkostladen, auch wöchentliche Kochabende und einen Take-away-Verkauf soll es geben. Außerdem möchte Maciek hiesigen Künstlern eine Plattform für Wohnzimmer-Klavierkonzerte und andere Events bieten. Ein Café für jedermann sozusagen – mit innovativen, neuen Rezepten, regionalen und saisonalen Zutaten, Essen auf die Hand zum Mitnehmen oder entspannt mit einem guten Glas Wein vor Ort mit Freunden genießen. „Bewusst, regional und hochwertig – das ist mir sehr wichtig. Ich werde auch saisonal kochen. Im Mai gibt es dann zum Beispiel Gerichte mit Bärlauch und Spargel.“

Das Crowdfunding ist für Maciek eine tolle Chance, seinen Traum vom eigenen alternativen Café wahr zu machen, erzählt er und hofft noch auf einige Zugaben bis zur Eröffnung Anfang Mai. Lecker, anders und abwechslungsreich soll es werden. Und, wird es auch Augsburger Spezialitäten geben? „Also bei gutgemachten leckeren Kässpatzen sage ich nicht nein!“

Weitere Infos und ein Link zum Crowdfunding-Portal unter www.leckamann.de.

Text: Iris Schmidt