Kunst in der Kradhalle

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25 angehende Fachlehrer bereiten ihre Vernissage im Staatsinstitut vor

Links befinden sich große Leinwände mit verschiedenen Zeichnungen, dahinter wird Tinte in ein Aquarium voller Wasser geschüttet und mit hochwertiger Kameratechnik fotografiert, rechts entstehen Bilder mit Stempeltechnik, überall liegen Pinsel herum und in der gesamten Kradhalle riecht es nach Farbe – denn angehende Fachlehrer des Staatsinstituts in der Henisiusstraße 1 nahe des Vincentinums halten hier gerade ihre Werkstattwoche ab.

„Wir haben hier die Möglichkeit uns künstlerisch auszuprobieren, wofür andernorts manchmal die Zeit oder der Platz fehlt“, erklärt Carina Hofmann, die mit 24 anderen angehenden Fachlehrern kurz vor ihrem Abschluss steht. Alle Kunstwerke, die in der Werkstattwoche entstehen, können dann am 23. Mai bei einer Ausstellung im Staatsinstitut (altes Augsburger Hauptkrankenhaus) bewundert werden. „Für unsere Ausbildung brauchen wir kein Abitur, nur die mittlere Reife und eine bestandene Aufnahmeprüfung bzw. Eignungstest.“ Carina und ihre Mitstudenten sind von der Praxisnähe ihres Studiums und der persönlicheren Betreuung sehr begeistert. Außerdem besteht ganz regulär die Möglichkeit auf eine Verbeamtung wenn man gut genug ist.

Neben Kunst werden noch die Fächer Sport, Technisches Zeichnen und Kommunikationstechnik angeboten. „Wir sind ein buntes Potpourri an Menschen, die sich gegenseitig bereichern und künstlerisch voneinander lernen können“, erzählt Carina lächelnd. Die 30-Jährige arbeitet gerade an einem Kleid aus Kaffeefiltern und leeren Plastikkapseln (siehe Foto unten), während am Nebentisch mit Acryl-Fließtechnik gearbeitet wird. Dabei werden verschiedene Acrylfarben miteinander vermischt, jedoch nicht mit einem Pinsel, sondern mit einer größeren Farbmasse direkt auf die Leinwand aufgetragen. Und dann lässt man die Farbe fließen, in verschiedene Richtungen und ineinander. Jedes Bild ist dadurch unvorhersehbar und einzigartig und kann neben den anderen Werken auf der Ausstellung am 23. Mai auch erworben werden.

Text/Bilder: Iris Schmidt/Redaktion