Ein „Hingucker“

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WALTER FENSTERBAU feiert Jubiläum und weiht die neue Fertigungshalle ein

Auf 325 Jahre solide Handwerkstradition zurückblicken und die digitale Zukunft nicht aus den Augen verlieren: Dies zu verbinden, gelingt Walter Fensterbau perfekt. Das Augsburger Unternehmen ist aus dem Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken.

Und damit die Erfolgsgeschichte weitergeht, wurde jetzt am Firmensitz in der Blücherstraße die neue Erweiterungshalle für die Produktion von Kunststofffenstern offiziell eingeweiht. Geschäftsführer Markus Walter nutzte die Gelegenheit – also Jubiläum und Einweihung –, um Partnern, Marktbegleitern, Zulieferfirmen und Freunden das auf die Zukunft ausgerichtete Unternehmen vorzustellen. An zwei Tagen kamen insgesamt 180 Architekten und 80 Händler nach Lechhausen, um an Fachvorträgen teilzunehmen.

Stummer, aber herausragender Hauptdarsteller war bei den Feierlichkeiten die neue Halle: „In der kurzen Zeit von Juni bis Dezember 2018 haben wir alle gemeinsam eine tolle Leistung vollbracht“, lobte Markus Walter alle am Bau Beteiligten. Besonders auch den Architekten Davide Conti, denn „das Gebäude ist auch architektonisch ein echter Hingucker“, so Walter. Ausgestattet ist die Halle (3.600 Quadratmeter) an der Kreuzung Blücher-/Zusamstraße mit viel Hightech: Eine komplett neu konzipierte Fertigungslinie ist optimal auf die einzelnen Schritte der Kunststoff-Fenster-Produktion abgestimmt. Auf ihr können täglich bis zu 200 Fensterflügel gefertigt werden.

„Kunststoff-Fenster sind mittlerweile zu unserem Hauptprodukt geworden“, erklärt Walter. „Wir wollen die Automatisierung vorantreiben, dabei aber die Arbeitsplätze (bislang 85) sichern – und neue schaffen. So sind wir in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich gewachsen.“

Doch die Geschichte reicht natürlich länger zurück: „325 Jahre, das ist eine Ansage! Und wirklich kein Wimpernschlag in Relation zur Augsburger Geschichte“, lobte auch OB Kurt Gribl in seinem Grußwort vor 300 Gästen die Leistung der Familie Walter. „Das gebührt meinen vollsten Respekt“. Er gratulierte auch zur unternehmerischen Leistung, „hier sieht man, wie wichtig ein Gesamtplan ist.“

Handwerkspräsident Hans-Peter Rauch meinte: „Elf Generationen! Da müsste man lange suchen, um solch eine Firma zu finden. Das ist Geschichte und Tradition.“ Und der hochmoderne Maschinenpark zeige, dass Walter Fensterbau immer visionär und am Puls der Zeit sei. „Die Digitalisierung ist ein wichtiges Thema bei uns“, so Rauch. Die neue Produktionshalle zeige die digitale Zukunft des Handwerks. Der Handwerkspräsident lobte auch das Engagement von Walter Fensterbau in Sachen Ausbildung.

„Wer baut, der glaubt an die Zukunft. Und sie glauben an die Zukunft“, sagte Walter Eschle, Vorstand der Stadtsparkasse Augsburg (Hausbank der Lechhauser Firma)„Das ist Fensterbau mit Durchblick.“ Wer 325 Jahre nachhaltigen Erfolg habe, „muss das richtige Rezept gefunden haben.“

Wie dieser Erfolg über die Jahre zustande kam, darüber informierte die Kunsthistorikerin Dr. Barbara Rajkay von der Universität Augsburg (siehe auch vorherige Seite). Sie nannte auch die Zutaten für solch einen Erfolg: familiärer Zusammenhalt, Bildung, bzw. Ausbildung, Planung und solide Finanzierung sowie soziale Verantwortung.

Dass der Aspekt Zusammenhalt für Markus Walter besonders wichtig ist, bezeugt am Jubiläumstag ein gemeinsames Abendessen mit den Ehrengästen und allen Mitarbeitern.

Noch ein Blick in die Zukunft: In Planung befindet sich ein neues Verwaltungsgebäude – mit integriertem Showroom. „Damit setzen wir dann auch optisch an der Blücherstraße ein Zeichen“, so Markus Walter lächelnd.

Text: Harald Schnelzer
Fotos: Redaktion