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Klasse am „Kiez“

Die absolut unabhängige GASTROKRITIK

In einer ruhigen Seitenstraße des Kobelweges befindet sich eine Traditionsgaststätte, die alteingesessenen Kriegshaberern noch als „Kriegsburg“, bzw. „Zur Schwabenpfanne“ bekannt sein dürfte. Seit bereits vier Jahren hat sich das Wirtshaus als „Frau Huber“ etabliert – mit ehrlicher Küche zu moderaten Preisen, als Veranstaltungsort und Treff für alle Altersgruppen ist so eine zeitgemäße und gleichzeitig historisch verwurzelte „Kiez-Location“ entstanden.

Ambiente: 3,5 / 5
Wer ein gemütliches Wohnzimmer mit Nostalgie-Charme im westlichen Augsburger Stadtteil sucht, ist hier richtig! Das schmucke ockerfarbene Bürgerhäuschen mit Runderker und Türmchen wirkt schon von außen einladend. Der Außenbereich vor dem Haus, freundlich orangefarben bestuhlt, lädt im Sommer zum Genuss unter freiem Himmel.

Essen: 3,5 / 5
Selbstgemacht – Hausmannskost. So einfach lässt sich das gastronomische Konzept von „Frau Huber“ beschreiben. Keine „Päcklesoß´“, handwerklich gut gemacht, traditionelle deutsche Küche mit einigen mediterranen Einflüssen – so unprätentiös, einfach und gut kann sich ein mit Hingabe und Professionalität geführtes Wirtshaus heute präsentieren.
Wir wählten „Frau Hubers Kässpätzle“ – natürlich hausgemacht – mit Speckstreifen und Lauchzwiebelringen. Tolle Konsistenz, schmackhafter Käse und für schlappe 9,20 € gab´s auch noch einen frischen, gemischten Beilagensalat mit feinem Dressing dazu – da gibt es aber mal gar nix zu meckern! Auch das Rumpsteak von der Allgäuer Färse mit Kräuterbutter (€ 15,90) und aromatischen, mit Kümmel abgeschmeckten Bratkartoffeln (€ 1,50) darf gelobt werden: saftig-zarte Fleischqualität, perfekt medium gegart – besser kriegt das auch so manches Steakhaus nicht hin; schon gar nicht zu diesem Preis!

Wer’s vegetarisch mag, kommt z.B. bei den Teigtaschen, gefüllt mit Auberginen, Zucchini, Oliven, Schafs- und Ziegenkäse; dazu gegrilltes mediterranes Gemüse auf Rucola-Bett (€ 10,70) auf seine Kosten.
Da der Chef des Hauses hier auch selbst bäckt, ließen wir uns – der Saison entsprechend – von einem wunderbar saftig-säuerlichen Rhabarber-Kirschkuchen mit Baiser (für sagenhaft günstige € 2,70!) begeistern. Fazit: der Besuch hat Lust gemacht, wieder einzukehren – vielleicht an einem Donnerstag, denn dann stehen hier wechselnde kreative Burgervariationen auf der Karte. Auch Klassiker wie „Zigeuner-Schnitzel“, „Toast-Hawaii“ oder die Currywurst haben bei „Frau Huber“ wohl viele Fans.

Trinken: 3,5 / 5
Eine Mini-Weinkarte, hausgemachte Limonaden, einige lustige Spirituosen („Fränkisches Seefeuer“ oder „Fränkischer Hochmoorgeist“ – je 3,- € für 2cl) sowie ausgefallene Biere wie das Helle vom Aichacher „Bärabecka Boandl-Bräu“ (die Halbe zu € 3,10) sorgen dafür, dass auch hier ein Angebot abseits des alltäglichen „gut bürgerlichen“ Wirtshaus-Allerlei präsentiert wird.

Service: 4 / 5
Sehr freundlich, sehr umsichtig und sehr flink – zum rundum angenehmen Aufenthalt im Stadtteil-Wirtshaus passte auch der Service: herzlich statt Hipster-Style, kompetent statt supercool….einfach ein klasse Erlebnis!

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