Brechtige Bühne

THEATER jetzt im Gaswerk-Ofenhaus

Das Eröffnungsfest für die neue Brechtbühne im eindrucksvoll ausgebauten Ofenhaus des Gaswerkes sollte nicht nur Startschuss für die neue Theaterspielstätte in Oberhausen sein, sondern auch Signal dafür, dass das historische Areal mit zahlreichen denkmalgeschützen Bauten als Kulturpark und Ort für Kreativwirtschaft neu belebt wird.

Zunächst sind 5000 Quadratmeter Fläche – aufgeteilt in individuelle Räume – reserviert für Künstler, Unternehmen, spezielle Start-Ups, Agenturen wie auch Gastronomie. Entwickelt wurde und wird das Gaswerk bekanntlich von den Stadtwerken Augsburg (swa).

Die swa-Chefs Alfred Müllner und Walter Casazza begrüßten dann auch die Gäste, die danach in einer Gesprächsrunde auch von OB Kurt Gribl („Ein großer Wurf“), Kulturreferent Thomas Weitzel sowie Staatstheater-Intendant André Bücker („Das hier Erreichte ist eine Sensation“) umfassend informiert wurden.

Für die neue, wichtige Spielstätte neben dem Martinipark-Theater wurden Bestuhlung und Technik von der bisherigen Brechtbühne übernommen. Klare Verbesserungen gab es, wie ein Rundgang später zeigte, bei den Werkstätten und im – wie es hieß – „schönsten Ballett-Übungssaal Deutschlands“ ganz oben im 6. Stock. Für beide Interimsstätten, die während des Theaterumbaus am Kennedyplatz rund sieben Jahre als Ausweichquartiere dienen, wurden laut Weitzel mehr als sechs Millionen Euro investiert. Umrahmt wurde die von Horst Thieme moderierte Willkommens-Show von Anatol Käbisch mit Brechtsongs (am Klavier Michael Wagner), von der Band John Garner sowie später im Foyer-Lokal vom Harry Alt Trio.

Text: Bublies