Vom Dach der Welt

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MILLIONEN-SCHÄTZE im Schaezlerpalais

Aus Sicherheitsgründen werden sowohl über die Namen der Leihgeber noch über die Höhe der Versicherungssumme keine Angaben gemacht. Tatsächlich handelt es sich bei den Exponaten tibetischer Kunst, deren Ausstellung unter dem Titel „Magie vom Dach der Welt“ im Schaezlerpalais noch bis 10. November zu bewundern ist, um prachtvolle Millionen-Schätze. Wie es sich für ein solches Kunstereignis gehört, fand der Auftakt mit einem Festakt im Goldenen Saal des Rathauses statt.

Kulturreferent Thomas Weitzel und Sammlungsdirektor Dr. Christof Trepesch freuten sich über hochkarätige Gäste wie den Tibet-Historiker und früheren Exil-Parlamentarier Wangpo Tethong und die trotz Knieverletzung erschienene Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth. Die Referenten Wolfgang Grader, Vorstandschef der Tibet Initiative Deutschland, wie Kurator Hans Weihreter vermittelten spannende Einblicke in die magischen Aspekte der tibetischen Kunst und Religion im Kontext mit der Geisteswelt des einst riesigen Kulturraumes aus Zentralasien, Indien, Iran und China. So war dann im Schaezlerpalais die Neugier groß auf die Betrachtung der faszinierenden Kultfiguren, die vom 1. Jahrtausend v. Chr. bis ins 20. Jahrhundert reichen. Darunter rätselhafte archäologische Funde, symbolträchtiger Schmuck und kunstvoll verzierte Gebrauchsgegenstände.

Parallel zur Ausstellung werden im Museums-Café unter dem Titel „Land der hohen Pässe“ historische Fotografien von Chantal Bialais-Weihreter gezeigt. Sie stammen von gemeinsamen Reisen mit dem Kurator Weihreter durch Zentralasien.

Ausstellungs-Highlights: Bemalte Bronze aus dem 15. Jahrhundert und Amulettbehälter in Gold, Türkis und Silber aus dem 19. Jahrhundert

Text: Carsten Kremser