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Klang des Regens

Gefühle kommen zum Ausdruck auf der Brechtbühne bei „Klang des Regens“. Heute ist Premiere mit Publikum. Foto: Jan-Pieter Fuhr

Premiere Brechtbühne im Gaswerk mit Publikum

Nach intensiver Ruhephase ist die Brechtbühne im Gaswerk heute (Sonntag) um 20 Uhr erstmalig wieder für Publikum zugänglich. Das Staatstheater präsentiert die Premiere der Stückentwicklung „Klang des Regens“ der mehrmalig ausgezeichneten Autorin Caren Jeß.
Auf tief greifende Art wird eine generations-übergreifende Unterhaltung über die deutsche Kolonialgeschichte in Namibia und deren Folgen dargestellt. Regisseurin ist die Deutsch-Äthiopierin Miriam Ibrahim.
Zusätzlich zur Premiere gibt es ein weitreichendes Rahmenprogramm in Kooperation mit dem Grandhotel Cosmopolis, Open Afro Aux und weiteren Initiativen um die People of Color-Community. Das künstlerische Team um Miriam Ibrahim widmet sich schon drei Jahren dem kollektiven, transgenerationalen Trauma durch rassistische Gewalt. Mit Erinnerung und Wiederfindung reflektieren sie den Umgang mit Geschichte und Gegenwart.
Im Fokus der Stückentwicklung steht die Auseinandersetzung mit dem Genozid (also Völkermord) in Namibia durch die deutsche Kolonialmacht von 1904 bis 1908. Teil des Recherche-Prozesses war eine Reise nach Namibia, über die Regisseurin Ibrahim im Rahmen des Begleitprogramms berichten wird.
Die fiktiven Personen des Stückes, eine dunkelhäutige Enkelin und ihre weiße Großmutter, werden von wahren Erlebnissen der Augsburger Darstellerin Ute Fiedler sowie der Berliner Gast-Schauspielerin und Antirasissmus-Aktivistin Maya Alban-Zapata intensiviert. Mit wechselhaften Video- und Bildmaterialien im Hintergrund werden die Gedankengänge verdeutlicht. Durch Schweigen und Verdrängen einer Figur sowie Sprechen- und Verstehen-Wollen der anderen Figur wird der Umgang mit Erinnerung zum Thema.
Alle Vorstellungen finden vorerst in verringerter Sitzplatzzahl und mit Abstands- und Hygienekonzept statt. Die geltenden Hygieneregeln stehen auf der Homepage des Staatstheaters.

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