Maximaler Genuss

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Die absolut unabhängige GASTROKRITIK

Best urban kitchen – diesen klangvollen und internationalen Claim hat man sich im Hotel Drei Mohren Restaurant maximilian°s auf die Fahnen geschrieben. Das Team um Küchendirektor Simon Lang setzt diesen Anspruch auf vielfältige und kreative Art und Weise um – das verrät schon ein erster Blick in die Karte. Wenn man bedenkt, dass das Hotel noch über ein Gourmetrestaurant namens „Sartory“ verfügt, ist man natürlich neugierig, mit welchen Geschützen das Küchenteam im maximilian°s auffährt…

Ambiente:  5/5

Das frisch renovierte Interieur mit der offenen Küchenstation strahlt in der Tat kosmopolitisches Flair aus. Edles, modernes Mobiliar, tolle Lichtführung, wertige Materialien – man könnte sich auch in einer stylishen In-Location in einer der Metropolen der Welt befinden. Das bildet natürlich einen wirklich spannenden Kontrast zur traditionsreichen Historie des Hauses. In den Sommermonaten bietet die ebenfalls schöne Terrasse mit Außenbestuhlung und Loungebereich einen herrlichen Blick auf das altehrwürdige Schaezlerpalais. Wer stattdessen auf „sehen und gesehen werden“ setzt, erfreut sich am pulsierenden Geschehen im Außenbereich direkt an der Maximilianstraße.

Essen:  5/5

Mit seiner gekonnten Mischung aus höchster küchenhandwerklicher Perfektion und verblüffend einfallsreicher Kreativität hat sich Simon Lang weit über die Grenzen der Stadt hinaus einen Namen gemacht. Das kommt dem Gast nicht nur im Gourmetrestaurant Sartory, sondern offensichtlich auch im maximilian°s zu Gute. Die Vorspeisen – ein feines mariniertes Carpaccio vom Weiderind mit gepickelten Pfifferlingen, Trüffel-Peccorino und getrüffelter Créme Fraiche (16,- €) sowie der knackig-frische Ceasar Salad mit Rotgarnelen (15,- €) stimmten hervorragend auf ein Essenserlebnis der besonderen Art ein. Zum Hauptgang gab´s geschmorte Iberico Schweinebäckchen mit Portweinschalotten und Essigzwetschgen (22,- €) – ein kräftig-herbstlicher Hochgenuss! Nicht widerstehen konnten wir auch dem jungen Klassiker des Hauses, dem Hummersandwich à la Lang (49,- €) – das mag vielleicht etwas dekadent klingen, aber das Geld war für das Geschmackserlebnis mit Maine-Hummer, grünem Spargel, Mango-Chutney und Estragon-Mayonnaise und den Spaß, den die dazu gereichten Trüffel-Parmesan-Pommes machten, gut angelegt. Das Dessert – das maximilian°s-Team möge uns diesen Schritt verzeihen – nahmen wir wegen der guten Sättigung nebenan in der Bar 3M ein – und zwar in Form eines fantastischen Chili Chocolate Daiquiris (14,- €).

Trinken:  5/5

Die Weinauswahl sucht ihresgleichen und zählt zu den bestsortierten weit und breit. Überdurchschnittlich viele Positionen werden übrigens auch offen ausgeschenkt, was ebenfalls positiv auffällt. Wir starteten mit einem aromenreichen Riesling QbA des Weinguts Schloss Vollrads aus dem Rheingau (Flasche 0,75l zu 33,- €). Ein bemerkenswerter Tropfen war der Bordeaux „Bad Boy“ (oder auch „Mauvais Garçon“) des als „Rockstar der Garagen-Weine“ bekannten Winzers Jean Luc Thunevin. Das vollmundige Cuvèe aus Merlot und Cabernet Franc (Glas 0,2l zu 16,50 €) machte so richtig Trinkfreude.

Service:  5/5

Wie man es im „ersten Haus am Platz“ erwarten kann, war der Service ausgesprochen höflich und kompetent; darüber hinaus mit dem richtigen Quentchen an sympathischem Humor, wie er  bei einem engagierten und zufriedenen Mitarbeiter dazugehört. Das gefiel rundum.