Der filigrane Koloss

Adam-Payerl

AEVADAM PAYERL ist in Augsburg endgültig angekommen

436 DEL-Minuten hat es gedauert, dann ist Adam Payerl in Deutschlands höchster Eishockey-Spielklasse angekommen. Im Derby gegen Ingolstadt erzielte der Neuzugang sein erstes Tor im Panther-Trikot. Seitdem zeigte der Stürmer sein Können, rangiert in der Team-internen Scorer-Liste im oberen Viertel. Wie die ganze Mannschaft hat auch Payerl den holprigen Saisonstart hinter sich gelassen. Dass er etwas Eingewöhnungszeit brauchte, sei ganz normal, schließlich war einiges neu für den knapp 100 Kilo schweren Koloss: neues Umfeld, anderes System, größere Eisfläche… All das scheint der 27-Jährige gut verinnerlicht zu haben. Zuletzt war er einer der Garanten für den Augsburger Höhenflug.

Genau deshalb hatten ihn die Panther in die Fuggerstadt geholt: „Ich konnte mir auf meinen Scouting-Reisen immer wieder persönlich ein Bild machen, dabei hat er mich überzeugt. Trotz seiner Größe ist er ein guter Skater, der den Puck speziell an der Bande immer wieder gut abschirmt. Er kann auf allen Positionen im Angriff eingesetzt werden. Zudem war es uns wichtig, dass er Rechtsschütze ist“, erklärte Coach Mike Stewart.

Augsburg ist die erste Europa-Station des 1,91 Meter-Hünen. Zuvor hatte er in seiner Heimat Kanada und den USA gespielt, zuletzt bei den Providence Bruins in der AHL. Sogar auf zwei NHL-Einsätze für Pittsburgh kann Payerl zurückblicken: „Das war ein absolutes Karriere-Highlight. Jeder Junge träumt schließlich davon, einmal dort zu spielen. Ich bin dankbar, das erlebt haben zu dürfen.“ In beiden Partien ging Payerl übrigens als Sieger vom Eis. Jetzt aber heißt die Gegenwart Augsburg. Und auch hier zahlt es sich aus, wenn der filigrane Skater mit dem strammen Schuss zum Zug kommt. Nach dem ersten Saisonviertel konnte Payerl gemeinsam mit David Stieler die beste Plus-Minus-Statistik im Augsburger Team vorweisen.

Und genau wie auf dem Eis ist der 27-Jährige auch abseits der Bande in seiner neuen Heimat angekommen. „Mir gefällt die Stadt sehr gut, vor allem die City mit der schönen Altstadt.“ Hier verbringe er gerne den ein oder anderen Nachmittag oder gehe mit Teamkollegen Kaffee trinken.

Einen seiner Mannschaftskameraden kannte Payerl schon aus früheren Zeiten. Bis vorletzte Saison gingen er und Matt White gemeinsam für Milwaukee auf Torejagd. „Mit ihm habe ich auch vor meinem Wechsel gesprochen. Er hat mir richtig Lust auf Augsburg und die DEL gemacht. Und er hat nicht zu viel versprochen.“

Begeistert ist Payerl von der Atmosphäre im Augsburger Stadion: „Was die Fans da veranstalten ist der pure Wahnsinn! Es macht Spaß jede Woche vor so einer Kulisse zu spielen. Da kann die AHL bei weitem nicht mithalten“, lobt er.

Und damit die Fans noch einiges zu jubeln haben, hat Payerl große Ziele: „Wir wollen auf jeden Fall in die Playoffs. Auf dem Zwischenerfolg dürfen wir uns nicht ausruhen.“

Nicht ausruhen, immer hart weiterarbeiten, das nächste Spiel im Blick – Payerl hat Stewarts Mantra verinnerlicht. Mit dem Coach teilt der Stürmer eine Gemeinsamkeit: die Beziehung zu Österreich. Wenngleich er anders als der Trainer nur die Großeltern als Bezugspunkt hat: „Sie sind in Österreich geboren. Ich selber war aber erst einmal als Kind dort und kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern. Vielleicht klappt es ja bald mal wieder.“. Gut möglich, schließlich ist es von Schwaben ja gar nicht mehr so weit nach Österreich.


Foto: Franzisi
Text: James

Diese Fehlermeldung ist nur für WordPress-Administratoren sichtbar

Fehler: Kein verbundenes Konto.

Bitte geh zur Instagram-Feed-Einstellungsseite, um ein Konto zu verbinden.