Von wegen abgehoben

FCA – JUNGSTAR wohnt noch daheim

Bundesliga-Stammspieler, U21-Debütant bei der deutschen Nationalmannschaft – für Marco Richter könnte es so leicht sein, abzuheben. Doch der 20-jährige FCA-Jungstar gibt auch nach dem anstrengendstem Training noch fleißig Autogramme und erfüllt Fotowünsche. Fast wie selbstverständlich begrüßt er die bei der Medienrunde anwesenden Journalisten und wenn er von seinem Trainer spricht, sagt er nach wie vor ehrfürchtig „Herr Baum“. Das einzige, was sich durch den aktuellen Erfolg verändert habe, ist sein neues Vehikel. Das Mercedes-Gefährt ist aber dennoch einen Ticken kleiner als das mancher Teamkollegen. Ansonsten wohnt Richter weiterhin bei seinen Eltern in Kissing, als er von seiner U21-Nominierung erfahren hatte, war er gerade mit seiner kleineren Schwester in der City-Galerie beim Shoppen.

Sein Auftreten außerhalb des Platzes ist ebenso erfrischend, wie seine Spielweise. Als Instinktfußballer müsse man Marco gewisse Freiheiten eingestehen, meint Trainer Manuel Baum. „Dennoch hat er sich – gerade in der Arbeit gegen den Ball – enorm weiterentwickelt.“ Dass das Defensivverhalten aber noch lange nicht abgeschlossen ist, weiß auch der 20-Jährige, der beim FCA noch bis Sommer 2023 unter Vertrag steht – ohne Ausstiegsklausel!

Richter gilt als Vorbild für eine erfolgreiche Jugendarbeit: Vom Augsburger Nachwuchsleistungszentrum hinein in die Bundesliga-Welt, in der sich der Offensivspieler dennoch treu geblieben ist. Nur mit einer Marotte hat er aufgehört: Ab jetzt wird täglich gefrühstückt! „Früher wollte ich lieber zehn Minuten länger im Bett bleiben. Aber unser Fitnesstrainer Andi Bäumler hat mir erklärt, dass man nicht auf leeren Magen trainieren soll.“

Foto: Krieger
Text: Amedovski