Mit Vollgas in die Playoffs

Panther-Cracks wollen diesmal die Düsseldorfer niederkämpfen

Noch zweimal Schlafen, dann hat das Warten ein Ende! Am Dienstag starten die Augsburger Panther in die DEL-Playoffs 2019. In Spiel 1 der Viertelfinalserie gegen die DEG empfangen die Schwaben Düsseldorf im Curt-Frenzel-Stadion.

„Wir sind heiß auf dieses Spiel. Wir haben das ganze Jahr über darauf hingearbeitet und freuen uns, dass es jetzt losgeht! Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, die Jungs sind absolut fokussiert und haben richtig Lust auf diese Serie“, so Mike Stewart. Mit seiner Vorfreude ist der Panther-Coach nicht allein, in der ganzen Stadt herrscht eine Welle der Euphorie. Der Andrang zum Vorverkaufsstart für die ersten beiden Heimspiele war riesig, nach wenigen Stunden waren alle Tickets vergriffen. Noch ist das Stadion am Schleifgraben zwar nicht offiziell ausverkauft, weil eventuell reservierte Tickets nochmals in den freien Verkauf gehen könnten.

Eines aber ist sicher: Pünktlich zum Eröffnungsbully am Dienstag (19.30 Uhr) wird die Hölle des Südens zum Tollhaus. „Der Heimvorteil ist unheimlich wichtig. Unsere Fans werden wie der siebte Mann hinter uns stehen“, so Stewart am Samstag. Es ist das erste Mal, dass die Panther mit Heimrecht in eine Viertelfinalserie gehen – dank der Rekord-Hauptrunde mit Platz 3. „Nur mit unseren Fans können wir Erfolg haben“, betont auch Daniel Schmölz.

Und tatsächlich kann die Mannschaft die Unterstützung brauchen. Denn mit Düsseldorf wartet ein harter Brocken. Die Bilanz der Hauptrunde: vier Spiele, vier Niederlagen, insgesamt 10:17 Tore aus Augsburger Sicht. Aber die DEG hatte gerade zum Ende der Hauptrunde auch ihre Schwierigkeiten. Das Team um Coach Harold Kreis konnte im neuen Kalenderjahr nicht mehr an bisherige Leistungen anknüpfen, verlor sogar die letzten fünf Spiele. Jetzt werden die Karten neu gemischt. „In den Playoffs ist alles möglich. Es ist die geilste Zeit des Jahres, für jeden Eishockeyspieler gibt es nichts größeres. Wir sind bereit!“, zeigt sich Kapitän Steffen Tölzer angriffslustig. Auch sein Teamkollege Simon Sezemsky weiß: „Wir haben so hart dafür gearbeitet, jetzt wollen wir uns belohnen. Wir haben heuer eine gute Mannschaft mit einer stabilen Defensive und zwei herausragenden Goalies. Die Voraussetzungen stimmen also. Natürlich braucht man in den Playoffs auch immer ein bisschen Glück. Aber wenn alles passt, können wir viel erreichen.“

Unter der Woche gab es für ihn und seine Mitspieler noch extra eine Teambuilding-Maßnahme: Bowling mit den Familien. Ansonsten verlief die Vorbereitung bislang ohne große Besonderheiten. „Für die Jungs ist es wichtig, dass sie in ihrer Routine drinbleiben. Natürlich haben wir unseren Fokus voll auf Dienstag gelegt, aber du brauchst gerade in den Playoffs eine gewisse Lockerheit, um Erfolg zu haben“, so Stewart.

Beim Training bleibt also alles wie gehabt, nur dass die Zuschauer fehlen. Um möglichen Spionen aus Düsseldorf das Handwerk zu legen, sind die Trainingseinheiten nicht mehr öffentlich. Und das wird fürs erste auch so bleiben. Das Viertelfinale wird in einer Best-of-Seven-Serie ausgespielt, kann also über bis zu sieben Spiele gehen. Für den Einzug ins Halbfinale braucht es vier Siege.

Und das kann in den Playoffs mitunter ganz schön lange dauern. Denn anders als in der Hauptrunde gibt es kein Penalty-Schießen. Stattdessen geht es bei remis nach 60 Minuten mit fünf Feldspielern in eine 20-minütige Verlängerung. Und das immer wieder bis das entscheidende Tor gefallen ist.

Knapp 100 Minuten…

… haben in den Pre-Playoffs am Freitag Nürnberg und Bremerhaven gespielt, bis die Nordlichter (nach 3:0-Rückstand) siegten. Am Sonntag fällt die Entscheidung, wer weiterkommt. Berlin hat unterdessen mit zwei Siegen alles gegen Straubing klar gemacht.

Text: Maximilian James
Fotos: Franzisi