Playoff-Ticket gelöst

AEV- Panther machen mit Siegen gegen Köln und Schwenningen das Viertelfinale klar. Es winkt ein neuer Vereinsrekord.

Es kann eben nicht alles klappen: Als Adam Payerl nach dem 2:1-Sieg (1:0, 0:0, 1:1) gegen Köln vor der Fankurve die Humba anstimmte, vergaß er kurzer Hand das M. Das war aber auch schon der einzige Fauxpas an diesem aus Augsburger Sicht zauberhaften Wochenende. Die Fuggerstadt bringt sich in Playoff-Stimmung. Bereits unter der Woche wurden die Panther als Augsburgs Mannschaft des Jahres ausgezeichnet, gegen Köln war das Curt Frenzel Stadion einmal mehr restlos ausverkauft und überall im Panther-Umfeld ist die Rede vom Playoff-Modus. Nachdem am Sonntag auch die Schwenninger Wild Wings mit 3:1 (2:0, 0:1, 1:0) vom Eis gefegt wurden, ist den Schwaben ein Platz unter den Top 6 und die damit verbundene direkte Qualifikation für das Viertelfinale nicht mehr zu nehmen. „Klar war das unser Hauptziel, aber natürlich wollen wir so hoch es geht, am liebsten wollen wir sogar noch Dritter werden“, so John Rogl. Es ist das neue Panther-Selbstvertrauen, das vor allem Stewart immer wieder vorlebt. Und es ist ein Selbstvertrauen, das durchaus berechtigt ist. Durch den Sieg gegen die Haie kletterten die Panther in der Tabelle wieder vorbei an den Rheinländern auf Rang vier.

Den Grundstein für den Erfolg legte am Freitagabend Matt White, der in der 20. Minute nach einem überragenden Pass von Patrick McNeill allein vor Kölns Goalie Gustav Wesslau auftauchte und eiskalt zum 1:0 einnetzte. In der Folge sahen die Zuschauer eine hart umkämpfte Partie, in der es im zweiten Drittel weniger spielerische Akzente gab. Dafür setzte Payerl in der 33. Minute ein Zeichen, als er sich einen Faustkampf mit Moritz Müller lieferte: die Folge zweimal zwei plus zehn Minuten für beide Boxer. Im Schlussabschnitt gab es dann auch wieder Tore. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Mick Köhler (47.) war es erneut der Panther-Topscorer, der den so wichtigen 2:1-Siegtreffer besorgte. „Das war ein ganz enges Spiel, wie wir es erwartet haben. Am Ende hatten wir die besseren Chancen und verdient gewonnen“, so der US-Boy.

Auf der anderen Seite war es Olivier Roy im Augsburger Kasten, der immer wieder mit Paraden und guten Reflexen glänzte. „Er hat heute wieder gezeigt, dass er ein wichtiger Rückhalt für uns ist. Überhaupt sind wir auf der Goalie-Position gut besetzt. Das ist eine unserer großen Stärken“, so Stewart. Auch gegen Schwenningen war Roy wieder ein sicherer Rückhalt. Vorne sorgten zwei Treffer von Matt Fraser und der Schlusspunkt durch David Stieler für den K.O. der Schwarzwälder und den rot-grün-weißen Jubel. In den zwei verbleibenden Spielen gegen die Adler Mannheim am Freitag und am Sonntag in Krefeld können die Panther mit zwei Siegen den vierten Tabellenplatz sichern. Je nachdem wie Düsseldorf gegen Krefeld und Berlin spielt, winkt sogar Rang 3. Es wäre nicht nur die beste Platzierung der Vereinsgeschichte, sondern so oder so würde es für das Heimrecht in den Playoffs reichen. Bei der diesjährigen Heimstärke ein enormer Vorteil. Bis dahin kann auch Payerl noch einmal die Humba üben.  

Text: Maximilian James
Foto: Franzisi