DANKE für die geile Saison!

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AEVWie die Augsburger Panther die Stadt verzaubert haben

Am Ende gab es ihn, den letzten Gänsehaut-Moment der Saison. Als nach sieben nervenaufreibenden, spannenden und hart umkämpften Spielen in der Halbfinalserie gegen München der Augsburger Traum vom zweiten DEL-Finale in der Vereinsgeschichte geplatzt ist, war den Panthern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Was sich allerdings auf den Rängen abspielte, das war ganz großer Sport und wird allen, die dabei gewesen sind, noch lange in Erinnerung bleiben: Beim Gang in die Kurve wurden die Kufen-Cracks frenetisch bejubelt. Selbst lange nach dem Spiel, da hatte sich der Rest des Stadions schon geleert, besangen die AEV-Anhänger weiter ihre Helden. Die Spieler, Trainer und Betreuer auf dem Eis waren komplett überwältigt. Wenn es stimmt, dass sich wahre Größe in der Niederlage zeigt, muss man sagen: Augsburg das war riesig!

Enttäuscht waren die mitgereisten Fans natürlich auch – und doch überwog der Stolz auf die Mannschaft. Das Team von Mike Stewart hatte alles gegeben, bis zum Ende gekämpft und die ganze Stadt über Wochen hinweg ins Eishockey-Fieber gestürzt – der AEV in aller Munde, sogar weit über die Stadtgrenzen hinaus. Mittlerweile mit ein paar Tagen Abstand dürfte auch bei den Spielern die Enttäuschung langsam dem Stolz auf die eigene Leistung gewichen sein.

Schließlich war es auch ohne Happy End eine Saison der Superlative und Rekorde. Der dritte Platz in der Hauptrunde ist nicht nur die beste Platzierung der Vereinsgeschichte, sondern berechtigt die Schwaben in der kommenden Saison auch erstmals zur Teilnahme an der Champions Hockey League. Dann gab es diese wahnsinnige Viertelfinalserie gegen die Düsseldorfer EG mit dem Schock, als Christoph Ullmann seine Zunge auf dem Eis verschluckte und vom Düsseldorfer Arzt gerettet werden musste. Das darauf folgende Derby-Halbfinale gegen München hat schon jetzt seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicher: zwei Mal XXL-Verlängerung und erneut sieben Spiele sorgten für die längste Playoff-Serie überhaupt in der DEL: insgesamt 504 Minuten Eishockey innerhalb von nur 14 Tagen. Das brachte die Spieler bis an die Belastungsgrenze: Wie jetzt bekannt wurde, spielte Thomas Holzmann die Serie mit gebrochenem Mittelfuß – Wahnsinn!

Das gesamte Team der neuen Sonntagspresse sowie des AUGSBURG JOURNALS sagen DANKE für diese geile Saison!

Text: Maximilian James
Bilder: Kolbert/Krieger