Ganz großes Tennis

Tennis-Club-Augsburg

Die Pläne des Tennis Club Augsburg

Zukünftig wird der Tennis Club Augsburg nicht nur mit einem Profi-Turnier (siehe Bericht zu den Schwaben Open), sondern auch mit einer eigenen Profi-Halle aufwarten können. Im Herbst wird die brandneue Sechsfach-Halle eröffnet. Diese ist 100 Meter lang und 40 Meter breit. Das luftig geschwungene Hallendach besteht aus einer modernen, lichtdurchlässigen Membrane und vermittelt so ein Gefühl, das TCA-Vorstand Jakob Schweyer als „Spielen wie im Freien“ betitelt. Gespielt wird auf dem gedämpften Tennis-Hartplatz-Belag Rebound Ace, dem zur Zeit modernsten und gelenkschonendsten Tennisbelag, der auch bei den großen ATP-Turnieren wie den Australian Open oder den US-Open zum Einsatz kommt. Je nach Wetter steuert eine hochmoderne LED-Lichtanlage das fehlende Licht in der Halle bei, um bei exzellenten Lichtverhältnissen und bei einer permanenten Komfort-Temperatur Tennis zu spielen.

Ganz großes Tennis wird aber auch innerhalb des TCA gespielt. 37 Mannschaften gehen 2019 an den Start, davon 19 aktive und 14 Jugend-Mannschaften. So starten im Juli die Herren erstmals nach 25 Jahren wieder in die Regionalliga-Saison. Damals standen Christian Weiß oder Peter Schweyer – oder noch früher Max Wünschig und Jiri Hrebec (beide Daviscupspieler) im Kader.

Spannende Spiele sind gegen Aschaffenburg (20. Juli), Wolfratshausen (21. Juli) und Landshut (27. Juli) garantiert. Spielbeginn ist jeweils um 11 Uhr. Zu den Heimspielen gibt es an allen Tagen freien Eintritt und eine Tombola. Der Hauptpreis ist ein Wochenende mit einem VW Touareg. Gegen Wolfratshausen lockt zudem ein Weißwurstfrühstück.

Auch ein internationales Flair versprechen die Partien, da die Punktrunde besonders von den Spitzensportlern aus der Slowakei oder Tschechien als Sprungbrett für die zweite Hälfte der Sandplatzsaison genutzt wird. Um eine sportliche Entwicklung zu garantieren, setzt der TCA aber größtenteils auf eigene Spieler und talentierte Jugendliche aus dem Verein und geht nicht den Weg wie andere Tennisclubs, bei denen Spieler kurzfristig aus dem Ausland gekauft werden, um das Aufstiegsziel zu erreichen. Durch die langfristige Integration von talentierten Jugendlichen wie Lukas Engelhardt, Conny und Christopher Frantzen sowie einer unumgänglichen Verstärkung an Position 1 durch einen ausländischen Spieler wurde die Mannschaft stabilisiert, neu ausgerichtet und man stieg in die Bayernliga auf, in der man drei Jahre verweilte, bis dann letztes Jahr der Aufstieg in die Regionalliga klappte. Mit ein Aufstiegsgrund war auch die Tatsache, dass talentierte Augsburger Nachwuchsspieler von anderen Vereinen wie Michael Feucht und Luca Wiedenmann gewonnen werden konnten. Um noch professioneller zu agieren, konnten mit Christian Lechner als sportlicher Leiter und Helmut Martin als Non-Playing Captain weitere Kräfte gewonnen werden. Verstärkt wurde der Kader mit Jan Satral, Filip Polasek und Gianfranco Pandini.

Aufstieg in die Regionalliga (von links): Helmut Martin, Korbinian Kramer, Ante Pavic, Lukas Engelhardt, Jakub Filipsky. Knieend: Theo Devoty, Filip Polasek, Michael Feucht, Luca Wiedenmann.

Text/Bilder: Dennis Amedovski