Hauen und Stechen

FCA_Kader

Fußball-Bundesliga-Analyse Der XXL-Kader des FC Augsburg im Überblick

Selbst beim Geheimtest am Donnerstag gegen den Schaffhausen ließ FCA-Trainer Martin Schmidt die erste Garde ran. Bis auf die abwesenden Nationalspieler stellte er die Stammelf auf. Wichtiger war dem Fußballlehrer, Abläufe der Stars einzustudieren, als der zweiten Garde die Spielpraxis zu geben. So sind die Plätze hart umkämpft. Die SoPress fasst die wichtigsten Duelle zusammen:

Torwart: Auch wenn Andreas Luthe zuletzt in der SportBild ankündigte, auf seine Einsätze zu kommen, ist Tomas Koubek trotz Wackler gesetzt. Fabian Giefer bleibt bei normalem Saisonverlauf einmal mehr nur der Platz auf der Tribüne.

Linker Verteidiger: Nachdem Philipp Max auch weiterhin das FCA-Trikot tragen wird, bleibt er Stammspieler. Mads Pedersen lauert dahinter auf Minuten, benötigt aber noch Zeit und Spielpraxis, um sich auf die Liga vorzubereiten. Iago, der schon wieder mit leichtem Lauftraining anfing, galt vor seiner Verletzung als Gewinner der Vorbereitung.

Innenverteidigung: Klare Rollenverteilung! Felix Uduokhai und Tin Jedvaj bilden das Innenverteidiger-Duo. Marek Suchy folgt dahinter. Reece Oxford gilt als Projekt auch für die Sechser-Position, dennoch suchte Tim Rieder Spielpraxis, wechselte als Leihspieler zu 1860 München. Auch Jozo Stanic sollte nicht viele Bundesligaminuten erwarten.

Rechtsverteidiger: Obwohl Stephan Lichtsteiner gegen Frankfurt gelb-rot-gesperrt fehlen wird, ist er uneingeschränkter Stammspieler. Zum Leidwesen von Raphael Framberger und Georg Teigl. Selbst nach dem Platzverweis gegen Bremen verzichtete Trainer Schmidt auf einen gelernten Rechtsverteidiger, ließ dort stattdessen Jedvaj spielen. Heißt: Framberger nach Comeback und Teigl sind nur zweite Wahl, Simon Asta gar nur dritte.

Defensives Mittelfeld: Auch hier ist die Hierarchie klar! Daniel Baier und Rani Khedira sind die Platzhalter, Neuzugang Carlos Gruezo muss sich hinten anstellen. Wird Kampfkraft benötigt, könnten auch alle drei spielen. Jan Moravek ist aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit keine planbare Alternative.

Offensives Mittelfeld: Augsburgs größtes Sorgenkind heißt Michael Gregoritsch. Vielleicht tut dem Österreicher die Abwechslung mit der Nationalmannschaft gut. Ein klassischer Ersatz (Fredrik Jensen kann diese Rolle offenbar nicht ausfüllen) steht nicht parat, deswegen bleibt Gregoritsch eine Schlüsselfigur.

Linkes Mittelfeld: Ruben Vargas ist DER Shooting-Star: Zwei Tore in drei Spielen machen ihn zum besten Neuzugang des FCA – und brachten ihm eine Nachnominierung für die Schweizer A-Nationalmannschaft ein. Sehr zum Leidwesen von Marco Richter, der aber auch auf den anderen Flügel ausweichen könnte.

Rechtes Mittelfeld: André Hahn hat aufgrund seiner Körperlichkeit Vorteile, aber auch er wird sich strecken müssen. Je nach taktischer Ausrichtung droht ihm sogar die Bank. Noah Sarenren Bazee wird noch Zeit gegeben. Immerhin: Statt wie gedacht erst im neuen Jahr könnte er schon im Herbst erste Bundesliga-Minuten sehen. Denn beim „Geheimtest“ gegen Schaffhausen gab er bereits sein Comeback.

Sturm: Florian Niederlechner war an drei der vier FCA-Toren beteiligt. Im Test gegen Schaffhausen ließ Schmidt neben ihm Alfred Finnbogason stürmen. Beide würden sich ideal ergänzen. Die Stoßstürmer Sergio Cordova oder Julian Schieber sind nur Alternativen für die letzten Minuten, wenn die Brechstange rausgeholt wird. Bei allem Lob für Maurice Malone – seine Zeit wird noch kommen.

Text: Dennis Amedovski
Bild: Krieger