FCA 1:1 gegen Wolfsburg: Maaßens Wechsel wirken

Augsburg bleibt weiterhin ungeschlagen

Enrico Maaßen musste gegen den VfL Wolfsburg gleich auf mehrere Stammkräfte verzichten. Während André Hahn monatelang mit einer Knieverletzung fehlen wird, mussten auch Mergim Berisha (Gelb-Rot gegen Schalke) und Rafal Gikiewicz (nicht rechtzeitig fit nach Pferdekuss) von außen zuschauen. Für Augsburgs normal immer spielende Nummer Eins rückte etwas überraschend Tomas Koubek ins Tor.
Vor Spielbeginn gab es aber noch eine Schweigeminute. Paul Müller, unter dessen Präsidentschaft die Fusion der zwei Augsburger Fußballvereine zum FCA stattfand, starb an seinem 90. Geburtstag. Er hatte die Mitgliedsnummer 1 beim FCA.
Zurück zum Sportlichen: Der FCA trat von Beginn an mit breiter Brust auf und setzte die Wölfe schon tief in ihrer Hälfte unter Druck. Folgerichtig verbuchten die Gastgeber auch die ersten guten Chancen, Ermedin Demirovic scheiterte in der 13. Minute jedoch nach Flanke von Ruben Vargas aus kurzer Distanz am sensationell reagierenden Koen Casteels, der die 100-prozentige Chance entschärfte. Die Wolfsburger ließen sich vom Druck des FCA aber nicht beeindrucken, fanden fortan besser in ihr Spiel und belohnten sich direkt bei der ersten großen Chance. Auf der rechten Seite hatte Ridle Baku bei einem Konter auf einmal ganz viel Platz und legte im perfekten Moment auf den einlaufenden Yannick Gerhardt, der nur noch einschieben musste. In der Folge eine hitzige Partie, geprägt von Rudelbildungen und gleich sieben (!) gelben Karten vor der Pause unter anderem für Stefan Reuter und Niko Kovac, die am Spielfeldrand aneinandergerieten sowie Jeffrey Gouweleeuw und Maximilian Bauer, die beide die fünfte Gelbe im Saisonverlauf kassierten und somit in Köln fehlen werden.
In der Pause beruhigte sich die Atmosphäre spürbar, sodass die Zuschauer mehr spielerische Highlights zu sehen bekamen. Zunächst parierte Koubek gleich zweimal hintereinander spektakulär und verhinderte so einen höheren Rückstand, ehe der FCA nach einer Ecke in der 55. Minute durch Robert Gumny per Rechtsschuss in die kurze Ecke den Ausgleich besorgte. Nach dem 1:1 hatten die Augsburger deutlich Oberwasser, Jeffrey Gouweleeuw (63.) als auch Iago 65.) ließen aussichtsreiche Gelegenheiten zur Führung jedoch liegen. Da das auch in der Folge so blieb, endete das Spiel, das der FCA über weite Strecken unter Kontrolle hatte, 1:1 Unentschieden.
Dass mehr drin gewesen wäre, ärgerte nach Spielschluss auch Stefan Reuter: „Wir sind traurig, dass wir nicht den vierten Sieg in Folge gelandet haben“, bekundete der Geschäftsführer Sport des FCA, der auch „ein unheimlich ruhiges und solides Spiel von Koubek“, lobend erwähnte.
Am Ende steht trotz diverser Ausfälle dennoch ein verdientes viertes Spiel in Folge ohne Niederlage, bevor es nach Köln geht. jok