Vor entscheidender Englischer Woche unter Druck

Auch beim FC Augsburg dürfte nach zwei Jahren mit Pandemie-Regeln die Erleichterung riesig gewesen sein, als klar war, dass für die kommenden Spiele jegliche Einschränkungen aufgehoben werden. Das nimmt ebenfalls die offizielle FCA-Fanszene, wie zum Beispiel die „Ulrich Biesinger-Tribüne“ (UTB) zum Anlass, ihre Unterstützung im Stadion wieder aufzunehmen. „Mit dem Wegfall der Maskenpflicht am Platz fällt für uns die letzte Hürde zu einem Stadionbesuch, dem wir mit einem organisierten Support wieder den entsprechenden Rahmen geben wollen“, hieß es in einer Stellungnahme der UBT.

Ricardo Pepi könnte gegen Wolfsburg mal wieder Spielpraxis sammeln.

Große Unterstützung von den Rängen kann der FCA in dieser Zeit besonders gut gebrauchen – die Lage im Abstiegskampf ist wieder einmal ernst. Immerhin sind fünf der verbleibenden acht Spiele vor heimischer Kulisse, so auch das Spiel am heutigen Sonntag gegen die Wölfe und die Nachholpartie am Mittwochabend gegen Mainz.
Das war’s leider auch schon mit den guten Nachrichten aus Augsburger Sicht, große Sorge bereitet Markus Weinzierl ein Personalengpass in den Angriffsreihen.
So müssen die Fuggerstädter gegen die Wölfe auf das komplette Angriffstrio verzichten. Sowohl André Hahn als auch Michael Gregoritsch haben einen positiven Corona-Befund, Ruben Vargas plagt sich mit einer Mandelentzündung herum und dürfte aller Voraussicht nach ebenfalls keine Option für den Kader sein. „Dass gleich alle drei Stürmer aus dem Spiel gegen Stuttgart ausfallen, tut natürlich weh, aber darauf müssen wir als Mannschaft reagieren“, sagte Weinzierl auf der Pressekonferenz im Vorlauf der Partie. Starten könnten stattdessen Florian Niederlechner, Andi Zeqiri, der wieder genesene Alfred Finnbogason oder Ricardo Pepi, der aber erst am Freitagmorgen von seiner Länderspielreise mit den USA zurückkehrte. Egal, wer letztendlich auflaufen wird, der Druck, das Augsburger Spiel mit dem Ball zu beleben und für gefährliche Momente im Wolfsburger Strafraum zu sorgen, wird groß sein, denn diese waren in letzter Zeit eher Mangelware.
Eine wichtige Rolle wird auch der Defensive zukommen, welche die Wolfsburger Kreativabteilung um Max Kruse, Lukas Nmecha und Co. möglichst effektiv ausschalten soll. Dabei müssen sie auf den in der Dreierkette sonst gesetzten Felix Uduokhai verzichten, der ebenfalls verletzt ausfällt. An dessen Stelle könnte, wie zuletzt, Frederik Winther in die Startelf rücken. Der 21-Jährige machte zuletzt einen ordentlichen Job, besitzt aber noch Steigerungspotenzial.
Egal wer letztendlich auf dem Feld stehen wird, alles was zählt ist die Punkteausbeute. Das weiß auch Weinzierl, der noch einmal betont: „Wir haben den Klassenerhalt selbst in der Hand.“

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