Von David Coenenberg

Am Samstag ist es nun endlich so weit. Um 15:30 beginnt für den FCA die 12. Bundesligasaison der Vereinsgeschichte. Spannend: nach dem Stürmertausch der beiden Vereine kommt es für den FCA zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten.  

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Wenn sich am Samstag ab 13:30 die WWK-Arena füllen wird, könnte sich so mancher Anhänger verdutzt umschauen. Grund: Auf der Pressekonferenz im Vorlauf zum Spiel, wurde – gepaart mit dem Appell den FCA vor Ort zu unterstützen – bekannt gegeben, dass erst knapp 25.000 Karten für das Spiel verkauft wurden. Auch die organisierte Fanszene, welche alle Anhänger dazu aufruft, weiß gekleidet ins Stadion zu kommen, wird auf mehr Unterstützung gehofft haben.
Coach Enrico Maaßen darf sich von der Situation jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Für ihn steht als Cheftrainer die erste Aufgabe in der Bundesliga an. Und die hat sich gewaschen! Mit dem amtierenden DFB-Pokal-Finalisten und Europa-League Teilnehmer SC Freiburg steht eine echte Hausnummer vor der Tür. Mut dürfte „Enno“ Maaßen dabei vor allem der 4:0 Sieg bei Regionalligist Lohne in der ersten Runde des DFB-Pokals machen. Auch wenn er Verbesserungspotenzial im Ausspielen der Offensivaktionen seiner Mannschaft sieht, kann das Team auf diesen Erfolg bauen.
Maaßen, der nach zwei erfolgreichen Jahren bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund, sein erstes Bundesligaspiel von der Seitenlinie verfolgen darf, freut sich auf die Aufgabe.

Mehr Job-Erfahrung bringt Freiburg Trainer Christian Streich mit. Er geht in sein 11. Jahr als Cheftrainer des SC. Fast 400 Spiele absolvierte er bereits als Cheftrainer. Auch Enrico Maaßen lobte die konstante Arbeit von Streich: „Er macht über viele viele Jahre herausragende Arbeit mit seinem Trainerteam“.

Gouweleeuw: „Gregoritsch ist mit dem Kopf brutal stark!“

Die Breisgauer, die den Abgang von Abwehrjuwel Nico Schlotterbeck verkraften mussten, haben sich über den Sommer trotzdem verstärken können. Mit Nationalspieler Matthias Ginter konnte aus Gladbach hochkarätiger Ersatz für die Verteidigung gefunden werden. Für den Japaner Ritsu Doan wurde außerdem für 8,5 Millionen Euro viel Geld in einen offensiv-Mann aus Eindhoven investiert. Das Vertrauen zahlte er jüngst bei 1:2 Auswärtssieg über Kaiserslautern in der ersten Runde des DFB-Pokals zurück. Abgerundet wird der Freiburger Sturm vom Ex-FCAler Michael Gregoritsch. Der SC Freiburg und der FCA einigten sich im Sommer auf einen Stürmertausch von Gregoritsch und Ermedin Demirovic, welcher im Gegenzug nach Augsburg kam. Gregoritsch kam für die Fuggerstädter auf 129 Pflichtspieleinsätzen, in denen er 31 Tore erzielte. Für diese Leistung wird er am Samstag auch noch offiziell vom FCA verabschiedet.
FCA-Kapitän Gouweleeuw freut sich auf das Wiedersehen mit dem ehemaligen Kollegen. „Er ist mit dem Kopf brutal stark“, lobte er Gregoritsch auf der Pressekonferenz. Darauf angesprochen, wie das Aufeinandertreffen der beiden auf dem Platz aussehen könnte, gab er sich vorfreudig.  „Wir haben keine Geheimnisse voreinander, daher freue ich mich auf das Spiel“.
Ähnlich wird es wohl jedem FCA Fan auch gehen.

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