Heimvorteil genutzt

Qualifikation für Kanu-WM Funk, Tasiadis & Co. überzeugen

Alles hat sich verändert, nur das Wasser nicht, gilt für den komplett sanierten Bereich am Augsburger Eiskanal. Zum Glück für die Augsburger Slalomkanuten, die sich fast alle mit starken Läufen bereits nach dem zweiten Tag der dreitägigen Qualifikation ihrer WM-Teilnahme Ende Juli an gleicher Stelle sicher sein können.
Da wären zum einen der Silbermedaillengewinner von London im Canadier Einer Sideris Tasiadis, der bereits am Freitag mit einem ersten und einem dritten Platz einen guten Grundstein legte und dies am Samstag, seinem 32. Geburtstag, zu bestätigen wusste. Der Schwabenkanute paddelte in 101,85 Sekunden zum zweiten Sieg im dritten Rennen und dürfte damit kaum noch von der WM-Teilnahme zu verdrängen sein. Vor allem, da Konkurrent Franz Anton, der am Freitag ebenfalls einmal Erster und einmal Dritter wurde, seine Teilnahme am dritten Wertungslauf durch einen neunten Platz im samstäglichen Halbfinale verpasste. Insgesamt zählen die drei besten Läufe, der schlechteste wird gestrichen.
Auf drei starke Läufe kann auch Schwabenkanute Noah Hegge im Kajak Einer zurückblicken. Der 23-Jährige gewann am Freitag einen der zwei Läufe und auch am Samstag musste er sich mit einer starken Leistung nur Hannes Aigner vom Augsburger Kanu Verein geschlagen geben. Aigner, der bei Olympia in London Bronze gewann, hatte einen durchwachsenen ersten Tag (Platz 2 und 6), steigerte sich am Samstag jedoch und knöpfte der Konkurrenz einiges an Zeit wieder ab.
Bei den Frauen überzeugte Schwabenkanutin Elena Lilik, die sowohl im Canadier, als auch im Kajak Einer an den Start geht und damit das doppelte Pensum zu absolvieren muss. Im Canadier gewann Lilik am Freitag beide Läufe, am Samstag musste sie sich lediglich Andrea Herzog geschlagen geben. Im Kajak Einer lief es nicht ganz so überragend, für die Qualifikation sollte es aber auch hier mit zwei zweiten Plätzen und einem dritten reichen. Übertrumpfen konnte sie in jedem Lauf die Olympiasiegerin von Tokyo, Ricarda Funk, die vor allem im zweiten Lauf am Freitag eine WM-reife Performance an den Tag legte und über acht Sekunden schneller war als die zweitplatzierte Lilik.
Allesamt gute Ausgangspositionen also für die Augsburger Top-Athleten, die ihre hohen Ambitionen allesamt mit starken Leistungen untermauern konnten. jok

 

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