Der FCA muss gegen den VfB Stuttgart eine genauso bittere wie unnötige Niederlage hinnehmen. Nicht nur Markus Weinzierl muss sich einige unangenehme Fragen gefallen lassen.

Die Pleite im Schwabenderby (Spielbericht) könnte den FCA im weiteren Saisonverlauf noch teuer zu stehen kommen. Anstelle eines riesigen Schrittes heraus aus dem Kampf um den Klassenerhalt, steckt man auch dank des Sieges von Hertha Berlin im Parallelspiel nun wieder mittendrin und ist nur noch einen Punkt von einem direkten Abstiegsplatz entfernt.

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Warum kam Dorsch so spät?

Doch so hätte es nicht kommen müssen. Der FC Augsburg stellte sich gegen Stuttgart vor allem in der ersten Hälfte clever an und ging mit einer verdienten 2:1-Führung in die Pause. Diese hatten die Gäste zwei gut ausgespielten Spielzügen und einem stark agierenden Arne Maier zu verdanken. Doch genau diesen aktuell so unverzichtbaren Maier wechselte Weinzierl aus und brachte an seiner Stelle nicht etwa, den überraschend auf der Bank sitzenden Niklas Dorsch, sondern mit Andi Zeqiri einen weiteren Stürmer. So ging den Fuggerstädtern jegliche verbliebene Stabilität im Mittelfeld verloren und Stuttgart drehte das Spiel hochverdient. Direkt nach dem 2:3 kam dann Dorsch auf den Platz und zeigte direkt, was die Augsburger über weite Strecken des Spiels vermissten. Mit großem Einsatz und viel Leidenschaft verhinderte er noch das 4:2, als er sensationell auf der Linie klärte – doch das blieb angesichts der Niederlage eine reine Randnotiz. Nicht nur Weinzierls wunderliche Wechselstrategie sorgt in Augsburg für Verwirrung, auch der Transfer von Ricardo Pepi wirft weiter Fragen auf. Wieder kam der teuerste Neuzugang der FCA-Geschichte nicht zum Einsatz und auch Stefan Reuter wird sich hinterfragen müssen, ob diese Verpflichtung im Winter anstelle eines erfahrenen Mittelfeldspielers oder Rechtsverteidigers die richtige Entscheidung war.

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