Er sieht Kunst nicht nur als ein Objekt, sondern als „einen Austausch, ein Gespräch, das weitergeht, auch wenn das Werk längst woanders hängt“. Raik Holetz (23) aus Prittriching (Kreis Landsberg) malt und zeichnet in unterschiedlichsten Stilen, seitdem er denken kann.

„Mein Prozess ist oft intuitiv. Ich versuche, das, was auf der Leinwand entsteht, nicht zu sehr zu kontrollieren“, sagt er. In seinen Bildern tauchen häufig Gesichter und Figuren auf, die sich in farbigen, teils verschwommenen Landschaften zwischen Traum, Mythos und Realität bewegen (raikholetz.com).

Nach der Ausbildung an der Designschule München arbeitet er frei und im Auftrag, bemalt Leinwände und ganze Räume. Parallel plant Holetz Malkurse für Kinder. „Sie tragen kreatives, unvoreingenommenes Potenzial in sich. Kinder zu inspirieren, erfüllt mich sehr.“
Seine erste Begegnung mit Kunst hatte Holetz durch die Augsburger Puppenkiste. In Augsburg ging er zur Schule, auch seine erste Ausstellung fand hier statt. Besonders wohl fühlt sich der Künstler am Lech, aber auch auf Reisen nach Italien, Thailand und Polen stößt er auf neue Ideen.

Raik Holetz stellt im Restaurant „Gustavo“ aus

Seine Werke sind dauerhaft im Restaurant „Gustavo“ am Hunoldsberg und in der Botschaft der Republik Ruanda in Berlin zu sehen. Sein bislang teuerstes Gemälde kostete 1000 Euro, doch er betont: „Jedes Bild ist etwas sehr Persönliches. Wenn es den richtigen Menschen findet, fühlt es sich gut an.“

Langfristig möchte Holetz von seiner Kunst leben und seine Arbeiten regional und international zeigen. „Ich möchte Galerien finden, mit Künstlern aus der Region zusammenarbeiten, kreative Orte schaffen, Ausstellungen organisieren und Menschen für Kunst begeistern.“

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