Alexis Claude-Maurice ist in dieser Saison bis dato noch ohne Scorerpunkt.Foto: Krieger
Alexis Claude-Maurice ist in dieser Saison bis dato noch ohne Scorerpunkt.Foto: Krieger

Neues Jahr, neues Glück und direkt einen Dreier. Dagegen hätten die Fans, Spieler und Verantwortlichen des FC Augsburg sicher nichts einzuwenden gehabt. Es sollte beim Spiel in Gladbach jedoch anders kommen. Nach zwei frühen Gegentoren nahm das Spiel seinen Lauf und war durch den 3:0-Halbzeitstand praktisch entschieden. Diese vier Erkenntnisse hat die Partie geliefert.

1. Gregoritsch zunächst auf der Bank, Kömür auf der Sechs

Nicht nur der Kicker hatte beim Blick auf den Aufstellungsbogen Mert Kömür vor dem Anpfiff im Sturmzentrum gelistet, Anton Kade dafür auf der rechten Außenverteidigerposition. Bei Spielbeginn war dann aber schnell ersichtlich, dass das Augsburger Eigengewächs im zentralen Mittelfeld agiert und Robin Fellhauer rechts neben ihm, dafür Kade, wie bereits im letzten Jahr in der Sturmspitze. Dort hatte man eigentlich Rückkehrer Michael Gregoritsch erwartet, doch der durfte nach seiner Verpflichtung zunächst auf der Bank Platz nehmen. Den schwer verletzten Chrislain Matsima ersetzte Cedric Zesiger.

2. Pechvogel Pedersen

Unter Trainer Sandro Wagner war Außenverteidiger Mads Pedersen beinahe in Vergessenheit geraten. Ganz oft musste der 29-Jährige auf der Tribüne Platz nehmen, kam überhaupt nicht zum Einsatz. Nicht so mit Manuel Baum. Aufgrund der 5. Gelben Karte von Dimitrios Giannoulis durfte der Däne zum ersten Mal in der Saison von Beginn an ran und lieferte dabei eher Argumente für die Sichtweise des geschassten Wagners. Beim 1:0 für die Fohlen blockte er den Ball direkt vor die Füße von Torschütze Joe Scally. Dem Elfmeter zum 2:0 durch Kevin Diks ging ein strafbares Handspiel Pedersens voraus.

3. Finn Dahmen hängt seiner Form hinterher

Bislang gab es wenig Gründe, die Patzer von Finn Dahmen in den Vordergrund zu stellen. Dass der 27-Jährige etwa beim 0:6 gegen Leipzig, vor allem beim Tor zum 0:4, aber gleich mehrfach nicht gut aussah, spielte am Ende keine Rolle. Fakt ist aber, Dahmen ist in der aktuellen Saison noch nicht derselbe sichere Rückhalt wie in der vergangenen Saison. Bereits vor dem heutigen Spiel kassierte der regelmäßig Nationalmannschaftsnominierte vier Tore mehr, als laut Statistik zu erwarten gewesen wären. In Gladbach gab Dahmen abermals keine gute Figur ab, ließ sich beim 3:0 viel zu leicht von Haris Tabakovic abdrängen, kam mit den Händen nicht dahin, wo der Kopf des Gladbacher Angreifers war. Somit war das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden.

4. Mit Vollgas in den Abstiegskampf

Wirklich schlecht spielte der FC Augsburg an diesem Nachmittag nicht. In Sachen Torschüssen lag man am Ende sogar vorn. Dennoch führte die Gladbacher Borussia nach einer Stunde mit 4:0. Gerade bei den ersten beiden Gegentoren war Pech dabei, beim 3. hätten sich die Gastgeber nicht beschweren dürfen, hätte der Treffer nicht gezählt. Dennoch war das Team von Eugen Polanski stets das gefährlichere und vor allem zielstrebigere. Beim FCA wirkte die neu zusammengewürfelte Abwehr ohne Matsima und Giannoulis bei weitem nicht sattelfest. So kam eine deutliche wie verdiente Niederlage zustande, die nur einen einzigen Schluss zulassen kann. Die Augsburger sind dank der nächsten Klatsche endgültig im Abstiegskampf angekommen und müssen diesen in den kommenden Tagen und Wochen annehmen.

Bereits am kommenden Donnerstag und dann am Sonntag geht es für den FCA in der englischen Woche weiter. Zunächst ist Union Berlin in der WWK Arena zu Gast (20:30 Uhr). Darauf folgt der Rückrundenauftakt ebenfalls zu Hause gegen den SC Freiburg (15:30 Uhr).

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