Der FC Augsburg war im ersten Heimspiel des Jahres gegen Union Berlin gefordert, eine Reaktion auf die 4:0-Niederlage in Gladbach zu zeigen. Dies gelang vor allem dank des Traumtores von Alexis Claude-Maurice, der der überragende Mann des Abends war. Am Ende reichte es aber dennoch nicht zum Sieg. 4 Erkenntnisse, die das Spiel geliefert hat:
1. Michael Gregoritsch darf beim FC Augsburg im zweiten Spiel beginnen
Nach Experimenten mit zwei positionsfremden Spielern in Gladbach, ging Manuel Baum an diesem Abend in seiner Startelf keine Kompromisse ein. Im Sturm begann mit Michael Gregoritsch zum ersten Mal seit langem wieder ein „richtiger“ Neuner. Im Mittelfeld begannen Kristijan Jakić und Elvis Rexhbecaj anstelle von Han-Noah Mssengo und Mert Kömür. Auf der linken Seite durfte Dimitrios Giannoulis nach abgeleisteter Gelbsperre wieder ran. Entsprechend taktisch diszipliniert startete man dann auch in das Spiel gegen die Eisernen.
2. Flummis sind die neuen Tennisbälle
Mittlerweile ist es ja beinahe Usus geworden, dass in den Spielen irgendwelche Gegenstände auf den Rasen geworfen werden müssen. Während der Proteste gegen den Investor für die DFL waren es Tennisbälle, nicht so am heutigen Abend. Etwa nach einer halben Stunde Spielzeit flog eine Unmenge an Flummibällen aus der Augsburger Fankurve auf den Platz. Das Spiel musste für etwa 5 Minuten unterbrochen werden, sodass beide Trainer irgendwann ihre Mannschaft zusammenriefen und kurze taktische Anpassungen vornahmen.
3. Alexis Claude-Maurice ist zurück
Einen Attraktivitätspreis hatte die erste Hälfte zwischen Augsburg und Union wahrlich nicht verdient, das Tor von Alexis Claude-Maurice tief in der Nachspielzeit dafür umso mehr. Nachdem eine Hereingabe vor die Füße des Franzosen geklärt wurde, fasste dieser sich aus knapp 30 Metern ein Herz und schweißte den Ball knallhart in den Winkel. Ein absolutes Traumtor des Offensivmanns, der damit eine lange persönliche Durststrecke von 16 Spielen ohner Tor beenden konnte. In der zweiten Halbzeit legte er beinahe den zweiten Treffer nach. Sein scharf getretener Freistoß in der 58. Minute sprang jedoch vom Außenpfosten weg.
FCA kann Führung nicht über die Zeit bringen
Eigentlich sah über weite Strecken alles nach einem Sieg für den FC Augsburg aus. Union Berlin gab sich jedoch niemals auf und erzielte auf Biegen und Brechen sogar in Unterzahl das insgesamt nicht unverdiente 1:1. Damit endete das Spiel aus Augsburger Sicht überaus bitter.
Aufgrund des Unentschiedens gegen Union Berlin kann sich der FCA nicht merklich in der Tabelle von den Abstiegsrängen absetzen und bleibt auch in der Rückrunde mitten drin im Abstiegskampf. Mit 15 Punkten fällt die Augsburger Hinrundenbilanz ungenügend aus. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt Manuel Baum und seiner Mannschaft nicht. Bereits am Sonntag geht es weiter mit dem nächsten Heimspiel gegen den SC Freiburg. Anpfiff ist um 17:30 Uhr.
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