Richard Walch lebt seit jeher zwischen zwei Welten. Mit 16 begann er zu fotografieren, zunächst mit Fokus auf Snowboarden und Extremskifahren. Schnell wurde klar: Für eine Profisportkarriere reicht es nicht, für außergewöhnliche Sport-Bilder schon. Walch reiste mit Freunden um die Welt, lernte alles selbst, machte Fehler – und lernt daraus. Nähe, Timing on point und das Gefühl, Teil der Crew zu sein, prägen seine Arbeiten bis heute.
Eine seiner wilden Anekdoten entstand in Alaska. Frühmorgens sitzt Walch mit der „Legs of Steel“-Filmcrew in einem Hubschrauber ohne Tür. Als er ein Selfie mit seinem Kumpel, Extremskifahrer Sven Kueenle, machen will, bemerkt er plötzlich, dass er sich selbst versehentlich mit dem Kameragurt abgeschnallt hat. „Ein kurzer Schock, aber alles ist gut gegangen“, sagt er.
Über 30 Jahre fotografierte Walch die besten Athletinnen und Athleten der Welt, zwischen Schnee, Wasser und Land. Von Freeride-Expeditionen bis zum America’s Cup. Canon wurde auf ihn aufmerksam, weil er nie lockerließ: immer neue Ideen, immer neue Ansätze. „Ich habe zehn Vorschläge gemacht, auch wenn neun abgelehnt wurden.“ Er wurde Teil des Ambassador-Programms für Canon in Europa.
Seine Frau Charlotte lernte er über die Fotografie
Auch seine Frau Charlotte lernte er über die Fotografie kennen – sie arbeitete im Canon-Marketing in Skandinavien und holte ihn für einen Vortrag nach Oslo. Heute lebt sie mit ihm in Augsburg. Walch fotografiert immer noch, aber viel weniger als früher. Als Vater von zwei Töchtern und der Verantwortung für ein Familienunternehmen mit 42 Mitarbeitern hat sich die Priorität verändert. Walch führt das Familienunternehmen Ilzhöfer Inh Walch GmbH & Co KG in vierter Generation mit seinem Management-Team, dem auch seine Frau angehört.
Mit der Ausstellung „BEHIND THE FRAME – Unsichtbare Stärke“ ab 22. Januar will er sich beim Ausstellungsort, der Hessingpark-Clinic, bedanken, die ihm selbst schon geholfen hat. Sie soll auch Menschen in schwierigen Phasen motivieren – denn die porträtierten internationalen Spitzen- und Extremsportler erzählen über QR-Codes von Verletzungen, Rückschlägen und dem Weg zurück.
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