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Dienstag, 03. Februar 2026

Gregoritsch trifft, Baum mahnt – FCA schlägt St. Pauli und trifft auf Tietz

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Ausufernd gute Laune wollte beim FC Augsburg nach dem 2:1-Heimerfolg gegen St. Pauli nicht einkehren. Trotz des Doppelpacks von Rückkehrer Michael Gregoritsch trat Manuel Baum nach Schlusspfiff auf die Euphoriebremse und forderte eine klare Leistungssteigerung für das nächste Spiel gegen Mainz 05 um Ex-FCA-Spieler Phillip Tietz.

Eigentlich hätten die Augsburger zufrieden in den Sonnenuntergang segeln können. Der ergebnistechnische Einbruch nach dem Sieg gegen die Bayern wurde vermieden, St. Pauli mit 2:1 bezwungen. Und das sogar, obwohl es in der ersten Halbzeit einen unberechtigten Elfmeter für die Kiezkicker gab, dessen Einschlag auch Finn Dahmen nicht mehr verhindern konnte. Trainer Baum wollte die aus seiner Sicht über weite Strecken ausbaufähige Leistung unkritisch im Raum stehen lassen.

„Positiv ist heute das Ergebnis und dass wir einen Rückstand drehen konnten. Trotzdem sind wir mit der Leistung nicht zufrieden. Wir haben es vor allem in der ersten Halbzeit nicht hinbekommen, richtig rauszuschieben, die Abläufe mit Ball waren nicht klar, da hat es uns St. Pauli aber auch extrem schwer gemacht“, mahnte der Augsburger Übungsleiter. An diesen Schwachstellen „müssen wir mit Blick auf unser nächstes Spiel in Mainz arbeiten“, fügte er noch an.

Michael Gregoritsch: „Es war ein sehr intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen“

Verständlicherweise gelöster präsentierten sich dagegen Doppeltorschütze Gregoritsch und der Doppelvorlagengeber Alexis Claude-Maurice. „Es war ein sehr intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen, viele 50:50-Duelle. Aber wir haben eine gute Moral gezeigt, deshalb hat es extrem viel Spaß gemacht“, bilanzierte Österreicher Gregoritsch, der seinen Vorarbeiter nicht zu erwähnen vergaß: „Alexis hat mich zweimal überragend bedient – das macht einfach Freude, wenn du solche Spieler hinter dir hast.“

Der Franzose, dem vor dem 2:1 ein sehenswerter Schnittstellenpass gelungen war, lernte sogar noch eine schwäbische Begrifflichkeit. Diesen Pass bezeichnet man in der Region gerne als „Pässle ins Gässle“. Diese Redewendung übernahm Claude-Maurice postwendend, erklärte aber auch, aus seiner Sicht, sei der Pass gar nicht so schwierig, sondern aus der Aktion heraus folgerichtig gewesen. Seine Gegenspieler hatten ihm in diesem Moment viel Platz gelassen. Und der 27-Jährige die passende Entscheidung getroffen.

Das Team der Stunde in der Bundesliga

Darum wird es für Claude-Maurice und den FC Augsburg auch am kommenden Samstag wieder gehen, wenn man bei Mainz gastiert. Die Nullfünfer sind derzeit so etwas wie das Team der Stunde in der Bundesliga. Drei der letzten vier Spiele gewann die Mannschaft von Urs Fischer, darunter zuletzt sogar ein 2:1-Erfolg auswärts bei RB Leipzig. Ein Faktor des Aufschwungs des vormals Tabellenletzten heißt Phillip Tietz.

Der Stürmer, für den beim FC Augsburg sowohl Sandro Wagner als auch Manuel Baum keine Verwendung mehr hatten, hat sich bei seinem neuen Club glänzend eingefügt. Bereits vier Scorerpunkte sammelte der 28-Jährige in seinen ersten fünf Einsätzen. Zwei davon kamen vom Spiel gegen die Roten Bullen, als er erst einen (fragwürdigen) Elfmeter herausholte und dann das 2:1-Siegtor des anderen Winterneuzugangs Silas vorbereitete.

Durch seinen Doppelpack gegen St. Pauli darf auch Gregoritsch von sich behaupten, erfolgreich in seine dritte Phase beim FCA gestartet zu sein. Am Samstag treffen die beiden Torjäger im direkten Duell aufeinander. Die Partie dürfte weitere wertvolle Erkenntnisse liefern, inwieweit der Winterplan der Augsburger, einen direkten Konkurrenten zu stärken und dafür einen altgedienten Stürmer zurückzuholen, aufgeht. Ob Gregoritsch auch in der Startelf stehen wird, ist offen und wird von Baum je nach Herangehensweise entschieden. Da sich Mainz spielerisch deutlich näher an St. Pauli befindet als am Rekordmeister, wo Anton Kade begann, dürften seine Chancen aber nicht allzu schlecht stehen.

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