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Donnerstag, 19. Februar 2026

Bunter Bücher-Reigen: Die Neuheiten aus Augsburg

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Ein Reiseführer für Familien, eine Fantasyautorin in der Heimat und ein Basketballbuch für die Kleinsten: Alle Bücher made in Augsburg.

Was lohnt sich wirklich? Welche regionalen Spezialitäten sind auch für Kinder spannend? Und wo finden sich die schönsten Fotospots? Diese Fragen stellte sich auch Christine Jaschek. Seit einem Work&Travel Aufenthalt in Australien vor 20 Jahren hat sie das Reisefieber gepackt.

Bis heute ist sie regelmäßig mit ihrem Mann Oliver Jaschek, Geschäftsführer der Kartei der Not, und ihren Kindern Pauline (11) und Mathilda (9) in Deutschland, Europa und Nordamerika unterwegs. „Mein Leitgedanke dabei lautet: ‚Reisen bildet‘“, sagt Jaschek.

„Mit Kindern zu reisen heißt für mich, Neugier zu wecken, Zusammenhänge zu verstehen, Allgemeinwissen zu vermitteln und vor allem, und das ist das Wichtigste, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen – unabhängig davon, ob das Ziel weit entfernt oder direkt vor der Haustür liegt.“ Aus diesem Gedanken ist ihr erster Reiseführer zu 30 Städten in Deutschland entstanden: „Städtetrips mit Kids – Familienfreundliche Highlights entspannt entdecken von Hamburg bis Rosenheim“.

Christine Jaschek: „Als Sightseeing-Tipps in Augsburg empfehle ich…“

Jaschek ist Lehrerin an einer Realschule in Augsburg. „Als meine Heimatstadt durfte Augsburg auf keinen Fall im Buch fehlen. Und die Stadt bietet ja genug für einen Städtetrip!“ betont sie. „Als Sightseeing-Tipps empfehle ich die Maxstraße, die Fuggerei und den Rathausplatz mit Rathaus und dem Goldenen Saal.“ Im Buch finden sich Tipps für gutes wie schlechtes Wetter, denn für Familien sei es immer schwierig, Beschäftigung für die Kinder bei schlechtem Wetter zu finden, sagt Jaschek.

„Bei schlechtem Wetter empfehle ich das Puppenkiste-Museum, das Feuerwehrmuseum, Planetarium und Naturmuseum, die Therme Titania und das Leopold-Mozart-Haus. Als Insidertipps kommen der Plärrer, der Christkindlesmarkt, die Rote-Torwall-Anlagen mit dem Spielplatz ‚Lukas der Lokomotivführer‘ und die Kahnfahrt dazu. Sportlichen Familien empfehle ich das DAV Kletterzentrum. Und als absolute Spezialität Augsburgs den Zwetschgendatschi.“ Bruckmann Verlag, ab 5. Februar im (Online-) Buchhandel.

Fantastisch auf der A\FAIR: Vier Fragen an Autorin Mira Valentin

Regina Käsmeyer war früher Journalistin für das katholische Jugendmagazin „X-Mag“ (Weltbildverlag). Ihre Fans kennen sie unter ihrem Autorennamen Mira Valentin: Darunter veröffentlicht die Gewinnerin des Kindle Storyteller Awards 2017 historische und fantastische Romane. Auf der A\FAIR vom 30. Januar bis 1. Februar findet man die 48-Jährige an den Ständen der Buchmesse Augsbuch. Vor ihrem Besuch in der alten Heimat hatte das AJ noch vier Fragen…

Augsburg Journal: Welche Erinnerungen haben Sie an Augsburg?

Valentin: Ich hab mal in der Provinostraße, nicht weit vom Augsburg Journal, gewohnt! Das war eine total schöne Zeit, weil ich in der Maxstraße ausgehen konnte. Ich habe vorher auf dem Land gewohnt, das war für mich Freiheit. Und Augsburg ist eine sichere, lebenswerte Stadt. Meine Zeit bei Weltbild war auch sehr prägend. Für das „X-Mag“ durfte ich viele Reisen unternehmen, mit Anfang, Mitte 20. Ich sehne mich heute noch manchmal nach Augsburg zurück.

AJ: Wo ist Augsburg fantastisch?

Valentin: Dadurch, dass Augsburg eine alte Römerstadt ist, würde sich an ganz vielen Ecken etwas Fantastisches konstruieren lassen. Zum Beispiel mit Zeitreisen oder, dass jemand ein altes, noch erhaltenes Römerartefakt findet. Daraus könnte man etwas Fantastisches mit Göttern oder Historisches basteln.

Mira Valentin: „Ich suche Namen nach ihrer Bedeutung aus“

AJ: Verwenden Sie auch Namen von Augsburger Persönlichkeiten in Ihren Büchern?

Valentin: Ich mache das generell, habe aber noch niemanden aus Augsburg verwendet. Manchmal bekommen Idioten in meinen Büchern Namen von Personen, die ich nicht mag. Oder ich suche Namen nach ihrer Bedeutung aus. Mein Mischlingshund Dirk wurde aber auch schon zum Gott Dyrkus.

AJ: Worauf freuen Sie sich bei der A\FAIR am meisten?

Valentin: Ich war im November bei der Augsbuch im Tagungszentrum der Messe. Die hat großen Spaß gemacht, deshalb komme ich gern zur A\FAIR. Und ich kann sie mit einem Besuch bei der Familie verbinden. Gebürtig komme ich aus Emersacker, meine Eltern, Schwester und Nichten leben noch da und ich besuche sie öfter. Meine Familie versorgt Dirk derweil.

Vom Basketballplatz ins Bücher-Regal: Meringerin Toni Vanessa Heinis und ihr Buch für Kinder von 3 bis 5 Jahren

Das AJ trifft Toni Vanessa Heinis (39) dort, wo ihr ihre Geschichte einfiel: Zwischen Gassi-Gehern und Floßlände-Besuchern macht es immer wieder „Plopp“-„Plopp“-„Swish“: Der Sound des nahen Basketballplatzes hat es ihrem Sohn Nilo angetan. Sofort rennt der Zweijährige mit dem Basketball los.

Toni Vanessa Heinis und ihr Sohn Nilo auf dem Basketballplatz, wo „Das Basketball Geheimnis“ seinen Anfang nahm. Foto: Julia Greif

Wie im Kinderbuch „Das Basketball Geheimnis“, das seine Mutter vor Kurzem veröffentlicht hat. Die ganze Familie ist basketballbegeistert: „Mein Mann Christian (40) hat früher Basketball gespielt, auch in Richtung Profi. Meine Bonuskinder Luca (14) und Matteo (13) spielen beide aktiv Basketball, auch auf gutem Niveau. Nilo durfte natürlich von klein auf immer mit in die Halle. Eins seiner ersten Worte war ,Defense‘, noch vor Mama und Papa“, erzählt seine Mutter lachend.

Ihr Ziel: eine Geschichte mit den Basketball-Basics schreiben

„Den Wurf, sagen die Großen, hat er schon gut drauf.“ Fußballbücher auch für Kleinkinder gibt es wie Sand am Meer. Aber Basketball? Auf Deutsch? Fehlanzeige. „Basketball ist so eine tolle Sportart. Warum nicht selber machen?“, dachte sich Heinis, die bis vor ein paar Monaten noch unweit des Platzes wohnte. Ihr Ziel: eine Geschichte mit den Basketball-Basics schreiben. Die ersten Testleser, ihre Söhne, waren gleich Fans. Die Illustrationen steuerte Franziska Schoch bei. „Ich habe sie über Instagram gefunden und ein paar Tage still beobachtet.

Dann hat Franzi aus dem Nichts ein Mädchen gepostet, das Basketball spielt. Das war für mich das Zeichen: Ich muss sie einfach mal anschreiben.“ Schoch war Feuer und Flamme für das Projekt. Gemeinsam arbeiteten die Frauen am Buch – eigentlich zu dritt: „Ich habe die Bilder auch Nilo gezeigt und er hat auch gesagt: ,Da fehlt ein Eimer‘“, erzählt Heinis. Er kennt seinen Basketballplatz eben. Nicht nur Platz und Hauptfigur sind vom echten Leben inspiriert.

Die Nebencharaktere Max und Lea haben bewusst die Anfangsbuchstaben L und M, wie Luca und Matteo, erzählt Heinis. Sie wollte mit dem Buch aber auch Mädchen ansprechen. Das Buch ist über BOD (Books on Demand) erschienen und in Online-Buchshops erhältlich. Ihre Ziele hält Heinis, die als HR-Projektleiterin arbeitete, noch klein: „Ich habe nicht das Ziel, den nächsten Harry Potter rauszubringen. Möchte aber den Kindern, die Spaß am Basketball haben, ein Buch bieten und anderen die Freude am Basketball näherbringen.“

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