Nach Silber im Doppelsitzer gewinnt Dajana Eitberger mit der deutschen Rodel-Staffel auch Gold. Tobias Wendl und Tobias Arlt schreiben mit ihrem siebten Olympiasieg Geschichte.
Einen Tag nach ihrem Silbererfolg im Doppelsitzer hat Dajana Eitberger bei den Olympischen Winterspielen 2026 auch Gold gewonnen. Die Augsburger Rennrodlerin siegte gemeinsam mit ihrer Partnerin Magdalena Matschina sowie den Einsitzern Max Langenhan und Julia Taubitz und dem Doppelsitzer-Duo Tobias Wendl/Tobias Arlt in der Team-Staffel. Für Eitberger und Matschina, die bei der olympischen Premiere des Frauen-Doppelsitzers Silber geholt hatten, ist es der erste Olympiasieg.
Mehr als eine halbe Sekunde Vorsprung
Das deutsche Sextett setzte sich in 3:41,672 Minuten deutlich vor Österreich und Italien durch. Mehr als eine halbe Sekunde betrug der Vorsprung auf die Konkurrenz. Für das deutsche Team war es der dritte Goldgewinn und insgesamt die fünfte Medaille bei diesen Spielen. In der seit 2014 olympischen Team-Staffel bleibt Deutschland damit ungeschlagen.
Für Tobias Wendl und Tobias Arlt ist es ein historischer Erfolg. Mit nun sieben Goldmedaillen steigen sie zu den erfolgreichsten deutschen Winterolympioniken auf und überholen damit Natalie Geisenberger, die sechsmal Gold und einmal Bronze gewann. Das bayerische Duo hatte sich die Bestmarke nach Bronze im Doppelsitzer zunächst mit Geisenberger geteilt. „Unvorstellbar, einfach geil. Alles für das Team, richtig geil. Jetzt geht es ans Feiern!“, jubelte Wendl nach dem Rennen. Arlt hatte bereits vor dem Start betont: „Wir machen es nicht, um Rekorde zu sammeln oder Rekorde aufzustellen. Wir machen es, weil es uns Spaß macht. Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist.“
Team um Dajana Eitberger wäre fast nicht aus der Umkleide gekommen
Auch im Team war die Erleichterung spürbar. „Heute nur Bier“, rief Langenhan, während Taubitz ergänzte: „Heute nur Aperol.“ Felix Loch, im Einzel Sechster, zollte seinen langjährigen Teamkollegen Respekt: „Einfach sensationell. Hut ab!“
Für Eitberger und Co hätte der Goldlauf beinahe anders begonnen. „Die Tür zur Umkleidekabine ist zugefallen und der Griff war nicht mehr da, dann hingen wir in der Umkleide fest – haben alle ein bisschen blöd gekuckt“, erzählte die 33-Jährige nach dem Rennen. Am Ende überwog jedoch die Freude über den gelungenen Abschluss der Wettbewerbe.
Geisenberger selbst zeigte sich gelassen angesichts ihres verlorenen Rekords. „Wenn mir der Rekord wichtig gewesen wäre, hätte ich nicht aufgehört“, sagte sie im Gespräch mit Eurosport. „Sie haben mir ja keine von meinen Medaillen weggenommen, sie haben einfach eine mehr. Das ist ihnen auch zu gönnen.“
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