Für den FC Augsburg ging es zum Ende des 22. Spieltags darum, nach der Niederlage in Mainz gegen Schlusslicht Heidenheim keine Punkte liegen zu lassen. Für den 1. FC Heidenheim dagegen darum, den ersten Sieg seit dem 6. einzufahren. Am Ende gewann der FCA ausgerechnet durch einen Elfmeter. 5 Dinge, die dabei besonders aufgefallen sind:
1. FC Augsburg gegen den VAR
Sowohl Michael Ströll als auch die Fans des FC Augsburg positionierten sich, auf ihre Weise gegen den Videobeweis. Nachdem die Augsburger in den vergangenen Wochen ein paar herbe Fehlentscheidungen zu verkraften hatten, forderte der Geschäftsführer im Vorsgespräch beim Streaminganbieter DAZN, den VAR als Ganzes noch einmal zu überdenken. In der Fankurve ragten zahlreiche Transparente in die Höhe mit Botschaften wie „Der VAR nimmt dem Spiel die Seele“, „Raus aus dem Keller, lernt’s Fußball“ und Ähnlichem. Ob dies zu einer tiefergehenden ligaübergreifenden Debatte führt, bleibt abzuwarten, der Stein wurde aber ins Rollen gebracht.
2. Ogundu und Essende nicht im Kader – Kade und Jakic zurück in der Startelf
Der Name Michael Gregoritsch steht mittlerweile Woche für Woche in der Regel auf dem Aufstellungsbogen in der Startelf. Dass einer seiner Vertreter, Samuel Essende, dort nicht mal auf der Reservebank auftauchte, überraschte. Auch Neuzugang Uchenna Ogundu fehlte noch im Kader der Fuggerstädter. Mit in der Anfangsformation standen dafür Cedric Zesiger, Anton Kade und Kristijan Jakić, für die Arthur Chaves, Marius Wolf und Elvis Rexhbecaj auf die Bank rückten. Auffällig: Allzweckwaffe Robin Fellhauer beackerte gegen Heidenheim die linke Seite, Kade rückte auf seine angestammte rechte Außenbahn zurück.
3. Zusammenspiel zwischen Gregoritsch und Claude-Maurice noch ausbaufähig
Die beiden finde ich immer wieder. Entweder spielt oder flankt Alexis Claude-Maurice auf Michael Gregoritsch oder der Österreicher legt ab auf den Franzosen und versucht, diesen so in Szene zu setzen. Viele gute Ansätze des Zusammenspiels der beiden waren in der ersten Hälfte bereits erkennbar, aber die letzte Präzision ließen beide in den entscheidenden Situationen vermissen, sodass es zumeist bei den guten Ansätzen blieb.
4. FCA lässt Parallelen zum Hinspiel zu
Leistungen, wie die beim Spiel in der Hinrunde in Heidenheim, wähnte man beim FA eigentlich in ferner Vergangenheit. Die zweite Halbzeit machte deutlich, dass man noch viele Schritte vor sich hat. Der 1. FC Heidenheim spielte phasenweise Powerplay gegen teils indisponierte Augsburger. Anders als in der Hinrunde blieben die Gegentore aus Augsburger Sicht allerdings aus, zu verschwenderisch ging das Team von Trainer Frank Schmidt mit seinen Chancen um. Besonders bedenklich: Der FCA hatte der Heidenheimer Sturm und Drangphase bis auf beherzte Zweikämpfe in der Defensive erschreckend wenig entgegenzusetzen. Nach der Auswechslung von Gregoritsch ging den Gastgebern zusehends die Kontrolle verloren. Neuzugang Rodrigo Ribeiro wirkte überfordert, außer bei seiner Chance in der 83. Minute, als er verpasste voruzeitig den Deckel auf die Partie zu machen.
5. Elfmeter rettet den FCA-Sieg
Nachdem die Augsburger in den vergangenen Wochen zweifelhafte Elfmeterpfiffe gegen sich kassiert hatten, gab es an diesem Nachmittag einen rechtmäßigen Pfiff für die Augsburger direkt in die beste Phase der Gäste hinein. Keven Schlotterbeck war bei einer Ecke regelwidrig zu Fall gebracht worden. Den fälligen Strafstoß versenkte Claude-Maurice souverän im linken unteren Eck.
Dank des Elfmetergeschenks der Heidenheimer darf sich der FC Augsburg gegen Heidenheim am Ende über einen wichtigen, aber auch schmeichelhaften Sieg freuen, der die Augsburger zwischenzeitlich auf Rang 11 spült und ihnen ordentlich Luft zum Tabellenende verschafft. Weiter geht’s am kommenden Samstagnachmittag auswärts beim VfL Wolfsburg.
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