Rüdiger Maas ist einer der weltweit führenden Generationenexperten. Seine Forschungsarbeit verpackte er bereits in den ein oder anderen Bestseller, wie „Generation lebensunfähig“. Im Interview mit dem Augsburg Journal spricht der 46-Jährige über die neuen Bedingungen, denen die Generation Z in der Arbeitswelt begegnet, was die Klimabewegung seiner Einschätzung nach falsch gemacht hat und warum er meistens gerne in Augsburg lebt.
Augsburg Journal: Herr Maas, vielen Dank für Ihre Zeit. Sie haben das Institut für Generationenforschung 2017 in Augsburg gegründet. Was war der konkrete Anlass für diesen Schritt?
Rüdiger Maas: Ich kam damals aus der Unternehmensberatung und mir fiel auf, dass in vielen Firmen zwar über Digitalisierung oder Führung gesprochen wurde, aber kaum jemand die junge Generation wirklich betrachtete. Es gab dieses diffuse „Millennials-Ding“. Niemand wusste genau, was diese neue Kohorte antreibt und, was noch wichtiger war: wie sie sich fundamental von den früheren Generationen unterschied. Ich habe damals sehr früh erkannt, dass dieses Thema eine massive Relevanz entwickeln würde. Also bin ich drangeblieben, habe intensiv geforscht und Daten gesammelt. Heute werde ich täglich angefragt, von Medien aus Deutschland, den USA, Japan, Polen – die Fragestellung beschäftigt die Welt….






