Manchmal sind es unscheinbare Entscheidungen, die eine lange Geschichte nach sich ziehen. Bei Alexander Bochmann war es der Moment, als er vor elf Jahren beschloss: Die Haare werden nicht mehr geschnitten. Der Anlass war ernst. Sein Opa war schwer an Krebs erkrankt, und Alexander wollte ein Zeichen setzen. „Es war mein stilles Versprechen: Solange er kämpft, wachsen die Haare mit“, erinnert er sich.
2014 starb der Großvater. Die Haare blieben – erst aus Trauer, dann aus Gewohnheit, schließlich als Symbol. Nun kam der Schnitt. Beim Augsburger Friseur Robert Lechner (Art of Cut) nahm Bochmann auf dem Stuhl Platz. Am Ende lag ein Zopf von 35 Zentimetern auf dem Tisch, bestimmt für die Perückenherstellung für krebskranke Kinder. „Damit schließt sich ein Kreis“, sagt der 45-Jährige. „Es fühlt sich gut an, wenn daraus jemand anders etwas Positives ziehen kann.“….







