Das Foto mit der Schildkröte war Philipp Wagner wichtig. „Ich stehe eher für die unscheinbareren Arten“, sagt der neue Direktor des Augsburger Zoos. Arten, „die gerne übersehen werden“. Schildkröten gehören für den 52-Jährigen dazu. Er hat selbst schon Schildkröten in Kambodscha ausgewildert. Er ist auch Kreuzotter-Fan. Die faszinierenden Schlangen seien im Sinkflug, würden aber durch das behördliche Naturschutzraster fallen.

Seit 1. Mai ist Wagner der Nachfolger von Barbara Jantschke. Zuvor war er im Allwetterzoo Münster als Kurator für Artenschutzprojekte verantwortlich. Als Direktor könne er sich nun „nach vorne stellen und auch vorangehen“. Der studierte Biologe kommt aus der taxonomischen Wissenschaft, beschreibt also Arten und beschäftigt sich seit Jahren mit ihrem Schutz. Vor seiner Zeit im Zoo arbeitete er im Lindenhof des Landesbundes für Vogelschutz in Bayreuth: „Die Jahre beim LBV haben mich auch mit Bayerns Natur sehr stark geprägt“, sagt er.