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Dienstag, 10. März 2026

FCA schlägt sich selbst

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16 Spiele nichts mehr gerissen gegen die Sachsen-Kicker von RB Leipzig – da waren die Erwartungen beim Anhang des FC Augsburg nicht allzu groß beim neuerlichen Auftritt ebendort. Erschwerend kam hinzu, dass der FCA sich vergangenen Oktober vor eigenem Publikum eine 0:6-Packung hatte bescheren lassen. Erschwerend kam zudem hinzu, dass die Augsburger Fußballer nahezu „allein“ waren in der RB-Arena, denn „traditionsgemäß“ meiden viele Fans anderer Vereine bekanntlich das Stadion der ungeliebten Sachsen-Elf.

Dass sich der FCA aber selbst würde schlagen müssen, haben wohl selbst die Leipziger nicht auf dem Plan gehabt. Erst verschoss Augsburg einen Elfer in Person von Keven Schlotterbeck, zuletzt legten sich die Fuggerstädter das Niederlagen-Tor (Dahmen und Chavez) zum 1:2 selbst ins Netz. Den Führungstreffer für Augsburg hatte Robin Fellhauer besorgt.

Gegenüber der Köln-Partie nahm Trainer Manuel Baum zwei Änderungen in der Startelf vor, die folgendermaßen aussah: Das Tor hütete Finn Dahmen. Die Verteidigung bildeten Arthur Chavez, Keven Schlotterbeck und Noakhai Banks, davor standen Robin Fellhauer, Han-Noah Massengo, Kristijan Jakic und Dimitris Giannoulis. Das Angriffstrio bildeten einmal mehr Mert Kömür, Fabian Rieder und Rodrigo Ribeiro. Cedric Zesiger musste gelb-gesperrt pausieren, Alexis Claude-Maurice stand nicht im Aufgebot.

Der FCA begann im Sachsenland engagiert

Der FCA begann im Sachsenland engagiert, bekam schon nach 20 Minuten die ganz große Chance zur Führung. Einen Schuss von Kömür wehrte Leipzigs Baumgartner mit dem Ellenbogen ab – Elfmeter. Schlotterbecks Flachschuss war aber zu unplatziert, Leipzigs Keeper Vandervoordt konnte parieren. Gleichwohl blieb der FCA am Drücker, was sich im Konter-Tor von Robin Fellhauer ausdrückte (39.). Bis Minute 76 hatte der Spielstand von 0:1 bestand, wobei sowohl die Sachsen als auch die Schwaben einige gute Einschuss-Gelegenheiten ausließen.

Die beste Phase des Championsleague-Kandidaten schloss Diomande eben dann nach einem Sololauf mit dem Ausgleich ab. Der FCA blieb stabil, es sah nach einem Unentschieden aus, aber dann kam die zweite Minute der Nachspielzeit. Eine Flanke in seinen Strafraum konnte FCA-Keeper Finn Dahmen zwar abwehren, er faustete den Ball aber genau auf die Brust des heranstürmenden Mitspielers Arthur Chavez. Von dort aus fand das Leder ungehindert den Weg ins Augsburger Tor. Ein später Sieg, den selbst viele Leipzig-Fans kaum mehr erwartet hatten.

FCA: Viel Lob für seine Leistung erhielt nach der Partie FCA-Keeper Finn Dahmen

Viel Lob für seine Leistung erhielt nach der Partie FCA-Keeper Finn Dahmen („Hinten drin hatten wir heute einen Wahnsinns-Torwart“ – Robin Fellhauer, „Finn hat heute überragend gehalten, wir würden uns freuen, wenn er auf den WM-Zug aufspringen würde“ – Keven Schlotterbeck). Der angesprochene selbst meinte unmittelbar nach der Partie: „Wir können viel Gutes aus dem Spiel mitnehmen, auch wenn es heute eine unnötige Niederlage ist. Wir hatten mehrfach die Chance, das zweite Tor nachzulegen und Leipzig hat seine Möglichkeiten direkt reingemacht. Es zeigt, dass wir uns weiterentwickelt haben und bei Topteams bestehen können. Mit unserer Qualität ist es möglich, dass wir auch in Dortmund gewinnen können.“

Dortmund – ja, der FC Augsburg hat kommenden Samstag schon gleich den nächsten Brocken vor der Brust. Um 15.30 Uhr geht es im Westfalenstadion gegen die Borussia. Die Westfalen schwimmen in der Bundesliga derzeit auf einer Erfolgswelle. Das „Hinspiel“ in der WWK-Arena hatten die Borussen Ende Oktober dank eines Guirassy-Treffers mit 1:0 gewonnen. Nun sinnt der neue FCA auf Revanche.

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