Seit 40 Jahren gibt es Jüdisches Museum Augsburg Schwaben bereits. Markus Söder, der eigentlich angekündigt war, wurde durch Eric Beißwenger (Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales) vertreten. Er kündigte an, dass der Freistaat dem Museum die Förderung ab 2025 erhöhe. Stiftungsvorstand Hans-Eberhard Schurk freute sich über die Anwesenheit von Eva Weber, Bernd Kränzle sowie vielen Stadtratsmitgliedern.
Der Präsident der benachbarten israelitischen Kultusgemeinde, Alexander Mazo, betonte das Anliegen, mit dem der damalige Gemeindepräsident Julius Spokojny das Museum gegründet hatte: um „Brücken zwischen Gemeinschaften zu schaffen“. Das gelte auch in Zukunft. Für den Stiftungsratsvorsitzenden Georg Haindl wichtig: Es war einer der ersten Orte, der über die Shoah sprach, und das erste jüdische Museum Deutschlands. Heute sind vor allem Schüler eine wichtige Zielgruppe. 12.000 Jugendliche besuchen Jüdisches Museum jedes Jahr. Für die traurig-stimmungsvolle Umrahmung mit Musik von Bohuslav Martinu sorgten Mitglieder der Orchesterakademie Paul Ben-Haim am Staatstheater: Antonia Jaeger, Joan Boquet, Jakob Janeschitz-Kriegl, Simon Aschenwald und Nicolai Wagener.
Diskussionsrunde moderiert Jürgen Enninger
Wie jüdische Museen heute und morgen gedacht werden können, diskutierten Carmen Reichert (Leiterin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben), Meyrav Levy von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und die Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt Mirjam Wenzel (ab 2. von links). Augsburgs Kulturreferent Jürgen Enninger (links) moderierte die Runde.
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