Gegen Hoffenheim geht der FC Augsburg mit seinem Trainer Sandro Wagner erneut baden. Foto: Krieger
Gegen Hoffenheim geht der FC Augsburg mit seinem Trainer Sandro Wagner erneut baden. Foto: Krieger

Der FC Augsburg wollte beim Auswärtsspiel in Sinsheim eigentlich den zweiten Bundesligasieg in Serie feiern, stattdessen geriet es zur Machtdemonstration der TSG Hoffenheim, die das Spiel frühzeitig entschied und die Gäste vor große Probleme stellte. Was bei der 3:0-Pleite besonders auffiel:

1. Mal wieder ein Stürmer in der Startelf

Es war in Sinsheim erst das zweite Mal in der laufenden Bundesliga-Saison, dass sich Trainer Sandro Wagner für einen Stürmer in der Startelf entschied. Samuel Essende durfte mal wieder ran, dafür wich Alexis Claude-Maurice auf die Ersatzbank. Für den gesperrten Keven Schlotterbeck rückte zudem Cedri Zesiger zurück in die Startformation. Der Schweizer konnte sich in der vergangenen Rückrunde den Ruf des Zu-Null-Zesigers erarbeiten. Doch damit klappte es gegen Hoffenheim nicht, es kam sogar ganz bitter für den Ex-Wolfsburger. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf er ins eigene Tor zum 3:0 für Hoffenheim, bereits sein zweites Eigentor in der laufenden Saison.

2. Hoffenheim nimmt die Augsburger Einladungen dankend an

Wenn eine der stärksten Offensiven der Liga auf eine der schwächsten Defensiven trifft, ist das für die Mannschaft mit der wackligen Abwehr selten ein gutes Zeichen. Und das war es für den FCA an diesem Samstagnachmittag definitiv nicht. 22 Treffer hatte das Team von Christian Ilzer bis dato geschossen, die Augsburger bereits 24 kassiert. Bereits nach der ersten Hälfte hatte sich diese Anzahl auf 27 erhöht und damit auch auf 14 Gegentore allein in der ersten Halbzeit. Beunruhigend aus Sicht der Fuggerstädter ist nicht allein die reine Anzahl der Gegentore, sondern auch deren Zustandekommen. Für die TSG war es ein Leichtes, mit langen Bällen das komplette Augsburger Pressing auszuhebeln und so immer wieder hinter die Abwehrkette zu gelangen. Dort spielte Banzoumana Touré beim 1:0 seine Tempovorteile gnadenlos aus und überwand Finn Dahmen mit einem Tunnelschuss durch die Beine.

3. Dimitrios Giannoulis ist kein Goalgetter

Auf insgesamt sechs Tore kommt der 30-jährige Dimitrios Giannoulis in seiner kompletten Profikarriere. Zwei davon erzielte er für den FC Augsburg. Dass gegen Hoffenheim kein weiteres dazu kam, lag in erster Linie an ihm selbst. In der 19. Minute scheiterte er noch am glänzend parierenden Baumann, in der 41. Minute allerdings war das Tor leer, doch der Grieche setzte seinen Versuch von der Strafraumkante nicht ins verwaiste Tor, sondern darüber. Es hätte der Treffer zum 1:2 Anschluss werden können, stattdessen erzielten die Gastgeber kurz darauf das vorentscheidende 3:0.

4. Nächster Totalausfall des FC Augsburg der Sorgen bereitet

Nach dem 1:0 Heimsieg wähnte man sich beim FC Augsburg vermeintlich auf dem richtigen Weg, nachdem zuvor zwei solide Leistungen gegen Dortmund und Stuttgart nicht zu Punkterfolgen führten. In Hoffenheim zeigten die Augsburger jedoch wieder ihr Gesicht aus den ersten Saisonwochen, als man gegen Mainz, Heidenheim und auch RB Leipzig komplett unter die Räder kam. Die Mängelliste war erneut lang, wie frappierend. Kaum Druck auf den Ball im Pressing, viel zu große Abstände zwischen den Linien, dazu keine zureichende Zuordnung im Strafraum. So machte man den offensivstarken Hoffenheimern das Leben unnötig leicht und verlor das Spiel bereits in den ersten 45 Minuten.

Entstand nach dem 1:0-Erfolg gegen den HSV so etwas wie ein kleines Pflänzchen der Aufbruchstimmung, dann packten es die Hoffenheimer an der Wurzel, rissen es heraus und und traten danach darauf herum. Durch die 4:0-Niederlage steht das Projekt Sandro Wagner beim FCA auf wackligeren Füßen denn je und das anstehende Programm schenkt aktuell kaum Hoffnung, dass sich daran bis Weihnachten noch etwas ändern könnte. Kommenden Samstag erwarten die Augsburger Bayer Leverkusen ab 15:30 Uhr in der WWK Arena, danach folgt das Aufeinandertreffen mit Eintracht Frankfurt.

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