Zum Schnapszahljubiläum der Großen Schwäbischen ab es einen Sektempfang beim BBK und gleich drei Ausstellungen auf einen Streich: Neben der „Großen Schwäbischen“, zum ersten Mal im H2, eröffnete zeitgleich im Glaspalast auch die Ausstellung „SYMBIOSIS | Kunst zwischen Mensch und Natur“ im Zentrum für Gegenwartskunst (H1). Dessen Leiter Jan T. Wilms zeigt dort Werke von Paul Diestel, Clare Langan, Christiane Löhr und Nathan Peter.
Im zweiten Stock zeigt der BBK weiterhin „Kunst aus Bayern“ von Herbert Nauderer, Julius Schien, Christian Schnurer, Sabine Straub, Ayaka Terajima, Richard Vogl und Elke Zauner.
In der Großen Schwäbischen stellen auf 16.000 Quadratmetern 90 Künstler, die in Schwaben wohnen, arbeiten oder geboren sind, 106 Kunstwerke aus. Norbert Kiening und Josef Zankl sorgten dafür, dass die von der Jury ausgewählten Kunstwerke stimmig aufgestellt und -gehängt wurden. Gar nicht so einfach ohne übergeordnetes Thema und bei ganz verschiedenen Techniken und Medien.
Auffällig sei laut Kiening: Diesmal sind viele Kunstwerke politisch, was sonst nicht der Fall war – sie beschäftigen sich etwa mit der Rolle der Frau, mit Krieg und Umweltzerstörung.
Darunter der diesjährige Kunstpreisträger Erwin Roth, der die Jury mit seiner „stillen und tiefgründigen Installation ‚Vaterland‘“ überzeugte.
Es ist die erste Große Schwäbische Kunstausstellung in neuem Licht – die alten Neon-Röhren sind Geschichte, jetzt erstrahlt die Kunst in LED mit 3500 Kelvin.
Aktuell sind nur zwei 30-jährige Künstler bei der Großen Schwäbischen vertreten. Der neue Preis „viermaldrei“ ist deshalb an junge Künstler gerichtet. Gestiftet haben ihn Wolfram Grzabka und Gabriela Palm.
Lesen Sie auch: Raik Holetz: Kunst als Gespräch

