Die Sommerferien stehen vor der Tür! Zeit, nach zwei Jahren Coronapause, den Sommer richtig zu genießen. Doch sind Augsburgs Schwimmbäder und Badeseen eigentlich dafür gerüstet?

Hitzewellen und fehlendes Personal sorgen zurzeit immer wieder für Schlagzeilen.
Hohe Temperaturen machen etwa nicht nur Menschen zu schaffen, sondern sind auch ein Problem für Bade-Gewässer wie dem Autobahnsee. Geringe Wassertiefe, Nährstoffeintrag und hohe Temperaturen führen dort momentan zu einem vermehrten Pflanzenbewuchs im Wasser. Das gefällt nicht jedem Schwimmer, wenn es von unten her bisweilen „kitzelt“.
Wenn es passiert, müsse man ruhig bleiben. Wer zu sehr um sich schlägt, riskiert, dass er sich tatsächlich verfängt, sagen Experten. Dass durch vermehrten Pflanzenbewuchs, bei Notfällen die Wasserrettung eingeschränkt werden könnte, wird aber nicht bestätigt.

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Folglich sind Maßnahmen, um den Pflanzenbestand zu verringern, derzeit nicht vorgesehen, heißt es offiziell bei der Stadt Augsburg. „Pflanzenbewuchs ist nicht grundsätzlich negativ anzusehen. Pflanzen dienen als Wasserfilter, speichern Nährstoffe, reichern den See mit Sauerstoff an und sind Lebensraum für zahlreiche Tiere.“ Wer sich von nassem Grünzeug nicht abschrecken lässt, kann sich also nach wie vor eine Abkühlung verschaffen.
Während in manchen Städten und Gemeinden Schwimmbäder mangels Personals schließen müssen oder Öffnungszeiten angepasst werden, geht es anderswo uneingeschränkt weiter. Stellt sich die Frage: Wie sieht die Personallage in Augsburgs Schwimmbädern aus? Auch hier kann die Stadt beruhigen: „Derzeit haben wir ausreichend Personal, um unsere Bäder betreiben zu können. In den Sommermonaten ist die Stadt allerdings auf zusätzliche Rettungsschwimmer*innen angewiesen, um den Bedarf an Personal in den Freibädern abdecken zu können“, so die Stadt. Betroffen ist von diesem Personalmangel momentan nur der kombinierte Badebetrieb im Fribbe mit dem Spickelbad. Es fehlen Bewerber*innen fürs Rettungsschwimmen.

Werbekampagne gegen den Mangel an Rettungschwimmer*innen

Viele ehemalige Rettungsschwimmer*innen arbeiten seit der Pandemie in anderen Berufen. Um dem Mangel entgegenzuwirken, erstellt das Sport- und Bäderamt derzeit mit der Hauptabteilung Kommunikation eine Werbekampagne für die nächste Freibadsaison. Weiter heißt es: „Wir hoffen 2023 beide Bäder (das Fribbe-Freibad und das Spickelbad) wieder gemeinsam öffnen zu können.“
Zu guter Letzt bleibt noch der Besuch an einer der Badestellen des Lechs. Wer vor kurzem dort spazieren war, wird den niedrigen Wasserstand bemerkt haben. Grund ist der geringe Niederschlag in den letzten Wochen und Monaten. Ausläufer, wie der Proviantbach, sind aber nicht betroffen.
Hier sollte wegen des Stauraums von Kraftwerken trotz Hitze ein konstanter Wasserstand vorhanden bleiben. Hohe Temperaturen und die Corona-Pandemie stehen dem Badespaß also nicht im Wege!     GB

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