Gelingt dem FC Augsburg der vorzeitige Abschied vom Abstiegskampf oder rutscht er wieder tiefer rein? Von beiden Optionen wählten Manuel Baum und seine Mannschaft beim Auswärtsspiel in Wolfsburg am Ende zur Großen Freude der mitgereisten Fans die erste. 4 Dinge, die beim Spiel aufgefallen sind:
1. Rodrigo Ribeiro zum ersten Mal in der Startelf – Uchenna Ogundu im Kader
Beim FC Augsburg gab es an diesem Spieltag einige erste Male. Zum einen feierte Stürmer Rodrigo Ribeiro sein Startelf-Debüt und verdrängte Michael Gregoritsch zunächst auf die Bank. Zum anderen durfte auch Neuzugang Uchenna Ogundu sein Kaderdebüt gebn. In der zweiten Halbzeit wurde er dann sogar eingewechselt. Neben Ribeiro durfte auch Dimitrios Giannoulis nach überstandener Verletzung mal wieder von Beginn an ran, zuletzt begann der Grieche beim Sieg gegen die Bayern.
2. Der FCA macht das Spiel, Wolfsburg die Tore
60 Prozent Ballbesitz, 56 Prozent Zweikampfquote, fast 90 Prozent Passquote. Eigentlich sah aus der Perspektive der Gäste an diesem Nachmittag in der ersten Halbzeit lange alles gut aus. Man hielt die Wölfe vom eigenen Tor weg und tauchte selbst öfter vor Kamil Grabara auf. Vor allem bei den zahlreichen eigenen Standards agierte man aber meist zu harmlos. Anders die Gastgeber. Mit einer der ersten Ecken gingen die Wolfsburger quasi aus dem Nichts in Führung. Dabei stellte das Team von Daniel Bauer clever den Strafraum so zu, dass Yannick Gerhardt aus kurzer Distanz nur noch den Kopf hinhalten musste und so das 1:0 erzielte. Ähnlich gestaltete es sich in der zweiten Hälfte als der FCA mehr und mehr die Kontrolle übernahm, die Wölfe nach einem Konter aber das erneut schmeichelhafte 2:1 erzielten.
3. Augsburg erneut im Schiri-Pech
Der FC Augsburg und der VAR bzw. die Schiedsrichter. Das wird in dieser Saison keine Liebesbeziehung mehr, so viel ist klar. Auch in Wolfsburg gab es wieder eine überaus strittige Szene, die zu Ungunsten der Augsburger ausgelegt wurde. In der 53. Minute zog Alexis Claude-Maurice in den Strafraum und wurde dort von Sael Kumbedi von den Beinen geholt. Der Franzose beschwerte sich lautstark, doch die Pfeife von Schiedsrichter Daniel Schlager blieb stumm. Auch der VAR griff nicht ein, schickte Schlager nicht an den Bildschirm, zum absoluten Unverständnis der Gäste. Da hätte man durchaus auch anders entscheiden können. Besser lief es dafür in der 85. Minute, als Denis Vavro klar einen Handelfmeter verschuldete, den Schlager dann korrekterweise auch gab.
4. Ribeiro mit seinem ersten Tor für den FCA
Dass am Ende aber nicht nur über den VAR geredet wurde, lag auch an Neuzugang Rodrigo Ribeiro, der in der zweiten Hälfte den Fuggerstädtern den Ausgleich bescherte. Auf Vorlage von Aktivposten Claude-Maurice vollendete der Portugiese durch die Beine von Grabara zum zwischenzeitlichen 1:1.
5. Augsburg beweist erneut mentale Stärke und lässt den Abstiegskampf langsam aber sicher hinter sich
War es unter Sandro Wagner undenkbar, nach einem Rückstand das Spiel noch zu drehen oder gar noch einen Punkt zu holen, hat sich das in der Amtszeit von Manuel Baum drastisch geändert. Die größere mentale Resilienz bewiesen die Augsburger an diesem Nachmittag auch in Wolfsburg. Zweimal führte der VfL, zweimal egalisierte der FCA und am Ende holte man dank Rexhbecajs Treffer sogar noch den Sieg in der Nachspielzeit. Mit diesem Dreier setzt der FCA erneut ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf und darf sich langsam aber sich von selbigem verabschieden
Schlechter gespielt, aber dennoch gewonnen. Was man letzte Woche gegen Heidenheim noch über den FC Augsburg sagen konnte, galt dieses Mal fast für den VfL Wolfsburg, doch der FC Augsburg glich per Elfmeter in der Schlussphase verdient aus und sicherte sich dank Rexhbecajs platziertem Abschluss noch den Dreier. Nächste Woche geht es bereits am Freitagabend zuhause gegen den 1. FC Köln.
Spieler des Spiels auf Augsburger Seite: Alexis Claude-Maurice (2 Vorlagen)
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