FSV Mainz 05 gegen den FC Augsburg, Phillip Tietz gegen Michael Gregoritsch oder an diesem Wochenende Karneval gegen Fasching. Egal wie man es nennen möchte, es trafen zwei der formstärksten Mannschaften der Liga aktuell aufeinander. Am Ende sollte sich der Karneval durchsetzen. 4 Dinge, die beim Spiel besonders auffielen.
1. Mert Kömür zurück in der Startelf
Großen Anlass zur Veränderung gab es für Manuel Baum vor dem Spiel bei Mainz 05 nicht, trotz der schwächeren Leistung am vergangenen Wochenende beim knappen Heimerfolg gegen St. Pauli. Anstelle von Fabian Rieder stand mal wieder Eigengewächs Mert Kömür in der Startelf. Kristijan Jakić stand nach überstandener Verletzung wieder im Kader.
2. Elvis Rexhbecaj erweist seinem Team einen Bärendienst
Es lief die 5. Spielminute, als Elvis Rexhbecaj im eigenen Strafraum völlig unnötig ein Luftloch schlug, dabei aber den Mainzer Stefan Bell leicht am Knie traf und so einen soften, dennoch unnötigen Elfmeter verursachte. Da Nadiem Amiri diesen gewohnt sicher verwandelte lief der FC Augsburg schon früh im Spiel einem Rückstand hinterher.
3. Michael Gregoritsch mit gebrauchtem Nachmittag
Gegen St. Pauli dank seines Doppelpacks noch der Matchwinner, verlief der Nachmittag in Mainz für Michael Gregoritsch alles andere als optimal. Lediglich 17 Ballkontakte konnte der 31-Jährige in der Karnevalsstadt verbuchen, zehn Pässe versuchte er, lediglich fünf brachte er auch an den Mitspieler an. Einen Schuss auf oder neben das Tor gab der Österreicher nicht ab. Folgerichtig reagierte Baum bereits vor der Stundenmarke und brachte Neuzugang Rodrigo Ribeiro für ihn aufs Feld. Der Portugiese feierte sein Debüt für den FCA. Mit ihm wurde das Offensivspiel der Augsburger jedoch nur bedingt besser, der erste Torschuss der zweiten Hälfte gelang in der 69. Minute.
4. Vorne harmlos, hinten dämlich
Der FC Augsburg hatte in Mainz Phasen, in denen er den Gegner dominierte, in weiten Teilen war das Spiel jedoch sehr ausgeglichen mit leichten spielerischen Vorteilen für die Gastgeber. Wirklich große Chancen sprangen für die Gäste nur selten heraus, die beste vergab Mert Kömür in der 77. Minute, es hätte der Ausgleich sein können. Stattdessen kassierten die Fuggerstädter im Gegenzug das vorentscheidene 0:2. Bezeichnend: Beide Tore dabei fielen per Elfmeter. Anders als den Strafstoß in der ersten Hälfte war der zweite durchaus berechtigt. Anton Kade stellte Nadiem Amiri im eigenen Sechzehner völlig unnötig ein Bein. Den Kontakt nahm der Doppelpacker natürlich gerne an. Somit fiel am Ende kein Tor aus dem Spiel heraus, dennoch gewann Mainz verdient mit 2:0.
Als vollkommen unnötig dürfte diese Niederlage aus Augsburger Sicht in die Saisonhistorie eingehen. In einem Spiel, in dem der FCA vorne zu harmlos und hinten zu fahrlässig agierte, verlor man verdient mit 2:0. In der kommenden Woche sollten wieder Punkte herausspringen, dann geht es zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim.
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