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Mittwoch, 11. März 2026

Kommunalwahl 2026: Gersthofen bekommt eine Bürgermeisterin

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Bestimmt nicht jeder hat erwartet, dass Susanne Olita (45), parteilose Kandidatin der CSU und „WIR“ mit 52,7 Prozent bereits im ersten Wahlgang den Chefsessel im Gersthofer Rathaus erobern würde. Nach zwölf Jahren bekommt Gersthofen eine neue Bürgermeisterin, denn der seit 2014 amtierende Rathaus-Chef Michael Wörle hatte mitgeteilt, nicht noch einmal zu kandidieren. Olita, die schon seit 25 Jahren unter anderem als Standesbeamtin im Gersthofer Rathaus arbeitete, ist die erste Frau in einer Landkreis-Stadt, die ein Bürgermeisteramt erringt.

So wie in Gersthofen gibt es auch im Markt Diedorf einen Wechsel auf dem Bürgermeister-Stuhl. Der dortige Amtsinhaber Peter Högg trat nach zwölf Jahren nicht noch einmal zur Wahl an. Seine politische Gruppierung „Wir für Diedorf“ bot Andreas Müller (43) für die Nachfolge zur Wahl auf. Das mit Erfolg: Müller erhielt 56,8 Prozent der Stimmen und ist somit bereits gewählt.

Stattliche 63,3 Prozent Zustimmung erhielt in Neusäß Amtsinhaber Richard Greiner (CSU, 53). Greiner hatte 2013 als zweiter Bürgermeister zunächst kommissarisch den Rathaussessel übernommen, bei den Wahlen 2014 und 2020 wurde er jeweils im Amt bestätigt.

Kommunalwahl 2026: Königsbrunn

Gegen fünf Mitbewerber durchgesetzt hat sich bereits im ersten Wahlgang auch Amtsinhaber Franz Feigl (55) von der CSU in Königsbrunn. Für ihn ist es die dritte Amtsperiode als Bürgermeister der größten Landkreis-Stadt. Feigl erhielt 52,5 Prozent Stimmenanteil.

Mit zwei Gegenkandidaten hatte es der Kissinger Bürgermeister Reinhard Gürtner (CSU, 58) zu tun, der erstmals zur Wiederwahl antrat. Mit Erfolg für seine Person und seine Partei: Mit 54,2 Prozent der Stimmen setzte sich Gürtner relativ klar durch.

Wie knapp es kommen kann, lässt sich am Beispiel des Markts Mering beobachten. Dort trat CSU-Bürgermeister Florian Mayer (56) an, um erstmals sein Amt zu verteidigen. Mit 3914 Stimmen gegenüber 2731 (34,9 Prozent) von Mathias Stößlein liest sich der Vorsprung zwar deutlich, rechnerisch kommt Mayer aber auf exakt 50,0 Prozent der angegebenen Stimmen – nicht genug. Ganze zwei Kreuzchen mehr, und es hätte bereits im ersten Wahlgang für ihn gereicht. So sehen sich Mayer und Stößlein am Sonntag, 22. März, zur Stichwahl wieder.

Kommunalwahl 2026: Friedberg

„Stichwahl“ heißt es am 22. auch für das Friedberger Stadtoberhaupt Roland Eichmann (SPD). Nicht unbedingt verwunderlich, hatte er doch gleich fünf Mitbewerber. Mitbewerber übrigens um einen Sitz im Friedberger Schloss Dorthin zieht der neue, von 30 auf 40 Personen anwachsende Stadtrat um, weil der historische Sitzungssaal im Rathaus zu klein geworden ist. Mit 48 Prozent der Stimmen liegt Eichmann klar vorne, dennoch muss er am 22. gegen Cornelia Böhm (CSU/FDP, 25,9 Prozent) in der Stichwahl antreten.

Das Rennen des ersten, zweiten und dritten Bürgermeisters – der Stadt Bobingen – um den Chefsessel im Rathaus brachte dort am Sonntag keinen klaren Sieger. In der nun erforderlichen Stichwahl stehen sich Amtsinhaber Klaus Förster (CSU, 57), der 39,5 Prozent der Stimmen errang, und Michael Ammer(FBU Bobingen) gegenüber, auf den 32,7 Prozent entfielen.

Kommunalwahl 2026: Im Kreis Augsburg gab es bei der Wahl des Landrats einen klaren Sieger

Im Kreis Augsburg können die meisten Bürgerinnen und Bürger den Stichwahl-Sonntag anderweitig nutzen – außer den Bobingern und den Wahlberechtigten u.a. in Schwabmünchen, Aystetten oder Horgau, wo noch kein Bürgermeister feststeht. Denn: Im Kreis Augsburg gab es bei der Wahl des Landrats einen klaren Sieger. Martin Sailer (CSU, 55), der bereits sei 2008 amtiert, erhielt dort 57,9 Prozent der Stimmen.

Anders im Kreis Aichach-Friedberg. Dort dürfen nicht nur die Wählerinnen und Wähler aus Friedberg und Mering wegen des Bürgermeister-Postens noch einmal aktiv werden, sondern der gesamte Landkreis. Denn die Nachfolge des scheidenden Landrats Klaus Metzger ist noch nicht geklärt. Zwar hat Peter Tomaschko (CSU) fast doppelt so viele Stimmen wie der nächste Mitbewerber, es sind aber „nur“ deren 38,5 Prozent und damit deutlich weniger als die erforderlichen 50 plus X. Heißt: Der Kreis Aichach-Friedberg ist am 22. März aufgerufen, in der Stichwahl zum Landrat zu entscheiden zwischen Tomaschko und dem zweitstärksten Bewerber, Marc Sturm (Freie Wähler).

Lesen Sie auch: Kommunalwahl 2026: Neuer Landrat, neue Bürgermeister

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