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Nur selten im Brand-Einsatz

Feuerwehr-Bericht 2021: 945 mal rückten die Floriansjünger aus

Auch wenn die Feuerwehren der Fuggerstadt – wortwörtlich genommen – der Abwehr von Bränden dienen, ist dies nur bei einem Bruchteil der Einsätze tatsächlich der Fall. Der „Jahresbericht 2021 der Feuerwehr Augsburg“, der jetzt vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz herausgegeben wurde, bietet dazu spannende Einblicke.
Gerade einmal zwölf Prozent der dokumentierten Einsätze der Berufsfeuerwehr und der acht Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet beschäftigten sich 2021 mit der Brandbekämpfung. Der Löwenanteil mit 52 Prozent machen Technische Hilfsleistungen aus. Unter diese Kategorie fallen etwa die Bergung von Unfallfahrzeugen, die Rettung von Personen, die Beseitigung von Sturmschäden sowie die Hilfe bei Überschwemmungen. Auf Platz zwei mit nur noch 15 Prozent folgen Fehlalarmierungen, direkt darauf mit 14 Prozent die Unterstützung des Rettungsdienstes bei Einsatzspitzen.
Wenn es allerdings in Augsburg im vergangenen Jahr brannte, dann waren die Einsätze alles andere als gewöhnlich. Im besonderen Maße geht der Jahresbericht beispielsweise auf den Brand in der Karolinenstraße 15 ein, der bei den Augsburgern noch immer unliebsame Erinnerung weckt. Im September 2021 wurde dabei ein historisches Haus in der Innenstadt zum Raub der Flammen. Erst nach fünf Tagen konnte der Großeinsatz, der durch einen brennenden E-Roller-Akku ausgelöst wurde, aus Sicht der Feuerwehr abgeschlossen werden. Wie es heißt, wurden alleine 3.500 Liter Schaummittel verbraucht, um das Feuer zu ersticken.
Ein weiteres „negatives Highlight“ stellte ein Waldbrand im März dar. Insgesamt hatte eine Fläche von 20.000 Quadratmetern im Stadtwald Feuer gefangen, hier benötigten die Einsatzkräfte drei Stunden, um auch die letzten Brandnester zu bekämpfen.
Insgesamt meldete die Berufsfeuerwehr Augsburg für das vergangenen Jahr 945 Einsätze. Laut Jahresbericht hätten es die Floriansjünger dabei auf 1223 Einsatzstunden gebracht und eine Gesamtstrecke von 16.224 Kilometer zurückgelegt. Im Schnitt habe jeder Einsatz eine Stunde und 15 Minuten in Anspruch genommen bei einer durchschnittlichen Fahrstrecke von 19 Kilometern.

 

 

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