Auch OB Weber kämpft vor der Stadtratssitzung für das Augsburger Theaterviertel

+++Update: Der Stadtrat hat am Donnerstag mit 37 zu 18 Stimmen für die Fortsetzung der Theatersanierung gestimmt. +++

(Orginaltext) Am Donnerstag um 14:30 Uhr tagt der Augsburger Stadtrat. Nachdem sich die Stadträte durch unsinnige Anträge der Spaßpartei-Vertreterin Lisa McQueen gekämpft haben („Der Stadtrat möge in seiner unendlichen Weisheit beschließen: Segnung der neuen Busse der Stadtwerke mit Nudelwasser“), kommt es zu dem zentralen Tagesordnungspunkt zwölf – „Augsburger Theaterviertel“:

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Generalsanierung und Neubau Staatstheater Augsburg Bauteil I – Bericht zum aktuellen Stand der Baumaßnahme „Großes Haus“ Bauteil II – Projektbeschluss zum Neubau Betriebsgebäude und „Kleines Haus“ (Entwurfsplanung mit Kostenberechnung) (Referent/Initiator: Gerd Merkle, Berufsm. Stadtratsmitglied Referent: Jürgen K. Enninger, Berufsm. Stadtratsmitglied)

Augsburger Theaterviertel: Baukosten von bis zu 340 Millionen Euro

Nach dem Referenten-Bericht ist der Stadtrat aufgerufen, der angepassten Planung mit den derzeit prognostizierten Sanierungskosten von bis zu 340 Millionen Euro und der verzögerten Fertigstellung bis 2027/2028 zuzustimmen.

Für die Stadtgesellschaft ist das eine schwere Last. Und dennoch geht es jetzt um einen Aufbruch in die Zukunft der drittgrößten Stadt Bayerns.

Am Mittwoch hatte die überparteiliche Initiative „Theaterviertel Jetzt!“ für einen kraftvollen Wumms geworben. Entstehen soll ein urbanes Innenstadtviertel mit Kultur, Leben, Handel rings um das sanierte Stadttheater.

Kurz vor der Stadtratssitzung ist auch Oberbürgermeisterin Eva Weber auf den Theaterviertel-Zug aufgesprungen. In dem sozialen Netzwerk Linkedin wirbt sie leidenschaftlich für das Projekt:

Oberbürgermeisterin Weber kämpft für das Augsburger Theaterviertel

Eva Weber: „Was bedeutet dieses Projekt eigentlich für unsere Stadt? Hohe Baukosten, ja. Niemand kann auf Jahre sagen, wo sich die Preise in einem Umfeld von Lieferkettenproblemen, Mangel bzw. Kostensteigerungen bei Materialien und steigenden Zinsen hinbewegen werden.

Wir können aber in eine Sache vertrauen: Jeder Cent verzinst sich für unsere Stadt. Denn die Theatersanierung ist viel mehr als ein saniertes Großes Haus, eine neue Spielstätte und ein paar Werkstätten.

Unsere Rendite ist ein Aufbruch für Augsburg, eine pulsierende Innenstadt, hohe Lebensqualität und ein Leuchtturm der Kultur, der weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlen wird. Einer Kultur nicht nur für die „oberen zehntausend“, sondern für alle. Egal welchen Alters, welcher Herkunft oder welcher Bildung.

Das neue Theater wird das Herz eines ganzen Viertels sein.

Dass sich eine Initiative aus Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Gremien zusammengetan hat, um diese Idee, diese Vision, dieses großes Stadtentwicklungsprojekt zu beflügeln und zu unterstützen – das freut mich wirklich sehr. Lasst uns diese Idee vom Theaterviertel und den anstehenden Beschluss zur Theatersanierung doch als neuen Anfang nehmen.

Gemeinsam machen wir etwas Großes daraus. Für alle. Danke für Euer Vertrauen.“

In jedem Fall: Augsburg steht vor der wichtigsten Stadtratssitzung des Jahres.

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