Zwei Corona-Jahre prägen die Zeit – speziell auch die Wirtschaft in Augsburg und Region. Zu den schon traditionellen Aus- und Rückblicken zum Jahreswechsel von Vertretern der Kammern, aus Handel und Tourismus, aus Gewerkschaftssicht sowie von der Arbeitsagentur und vom Wirtschaftsreferenten haben wir weitere Unternehmer*innen befragt, deren Ansichten sich ebenfalls auf den kommenden Seiten niederschlagen.

HWK-Hauptgeschäftsführer
Ulrich Wagner

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Schwabens Handwerk stemmt sich gegen die Pandemie. Im zweiten Coronajahr hat sich die Handwerkswirtschaft hier stabilisiert. Der überwiegende Teil der rund 30.000 Unternehmen sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden, besonders Bau- und Ausbaugewerke.
Auch die von der Pandemie stark gebeutelten Bereiche wie Friseure, Kfz oder Lebensmittelhan02dwerke, die Caterings oder Cafés sowie Imbissmöglichkeiten anbieten, haben über den Sommer gut aufholen können. Mit Sorge erleben die Firmen nun die vierte Welle, die in vielen Bereichen wieder Einschränkungen und Umsatzeinbrüche bringt.

Daher sind die Erwartungen an die neue Bundesregierung groß. Ziel muss es sein, die Pandemie langfristig in den Griff zu bekommen und den Erholungsprozess zu verstetigen. Steuererhöhungen sind tabu. Sie würden die Konjunktur abwürgen. Auftrags- und Umsatzeinbrüche im Handwerk, dem Rückgrat der regionalen Wirtschaft, hätten für die Versorgung der Bevölkerung und die Beschäftigung schwere Konsequenzen.
Gerade für Zukunftsthemen wie Klimaschutz oder neue Strukturen der Mobilität braucht es ein leistungsfähiges, innovatives Handwerk. Wirtschaftliche Prosperität entwickelt sich nicht, wenn Unternehmen Daumenschrauben angelegt werden.

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