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Freitag, 06. März 2026

GenerationAUX & Raphael Brandmiller: Businessplan für unsere Stadt!

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Kaum eine Liste ist prominenter besetzt als die der „GenerationAUX“ – und hinter den bekannten Namen steckt jede Menge Wirtschafts-, Immobilien, Kultur- und Mobilitätskompetenz. Chef des Vereins, darum handelt es sich nämlich bei der Generation AUX, ist Unternehmer Raphael Brandmiller (links): Als Jurist, Chef der Augsburger Lehmbaugruppe und Vizepräsident des FC Augsburg weiß der 45-jährige Stadtrat, wo es in Augsburg seiner Meinung nach hakt.

Augsburg Journal: Die GenerationAUX würde Augsburg künftig gern als Stadtratsfraktion mitregieren, aber weder Sie noch ein Mitstreiter stellt sich als OB-Kandidat zur Wahl. Warum?

Brandmiller: Ein wichtiger Grundsatz bei uns ist, dass wir politisches Engagement als Teil unseres bürgerschaftlichen Engagements sehen und damit als Ehrenamt. Wir definieren uns nicht primär als Politiker. Niemand von unserer Liste strebt einen politischen Job an. Wir sind nicht auf eine Polit-Karriere aus, wir haben andere berufliche Wege, das wollen wir nicht ändern. Deshalb treten wir auch nicht für die hauptberufliche Tätigkeit eines OB an, sondern ausschließlich für das ehrenamtliche Stadtratsmandat.

Raphael Brandmiller: „Generation AUX agiert nicht ideologisch“

AJ: Was unterscheidet den Verein GenAUX den generell von den Wahlkampf-Parteien?    

Brandmiller: Generation AUX agiert nicht ideologisch. Wir ordnen uns auch nicht nach klassischen links-rechts Schema ein. Viele Berufspolitikerinnen und -politiker richten ihr Handeln am Parteikurs und vor allem daran aus, ob es ihnen hilft, die nächste Wahl zu gewinnen. Uns ist es wichtig umsetzungs- und projektorientiert zu arbeiten. Wir sind überzeugt, dass wir durch unsere unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen – oft in Berufen mit Verantwortung und hohen Entwicklungs- und Umsetzungsdruck – Perspektiven und Kompetenzen in den Stadtrat bringen, die dort aktuell fehlen. Uns geht es nicht darum politische Macht zu haben, wir engagieren uns, weil uns Augsburg am Herzen liegt, weil es unsere Heimat ist und wir die Zukunft dieser Stadt mitgestalten möchten.  

AJ: Was sind die wichtigsten Projekte für Augsburgs Zukunft aus GenAUX-Sicht?

Brandmiller: Wir haben neben unserem Wahlprogramm acht so genannte „Leuchturmprojekte“ definiert. Darunter eine Augsburg S-Bahn zum Uniklinikum, mit Bahnhalt am Gaswerk, die uns gleichzeitig mit München verbindet. Eine Lösung, die schneller und kostengünstiger umsetzbar ist, als die lange geplante Linie 5. Eine Neugestaltung der Maximilianstraße, die die Aufenthaltsqualität merklich erhöht, ohne dort die Autos zu verbannen. Wir machen Oberhausen mit dem neuen „Reallabore Gesetz“ zum Augsburger Innovationsquartier und starten mit „Wohnen first“ ein Programm zur schnellen Wohnraumschaffung, denn diese Frage sehen wir aktuell als die existenziellste an. Wichtigster Bestandteil ist hier unser „Augsburg Standard“: gefordert wird nur noch was rechtlich notwendig oder funktional sinnvoll ist. Städtische Satzungen werden verschlankt. Das senkt Baukosten und beschleunigt Wohnraumschaffung.

Brandmiller: „Unser Plan „AUX 2036“ ist die strategische Antwort auf diese Fragen und die neue Realität“

AJ: Das Problem ist ja immer das Geld. Wie würde die GenAUX fehlende Mittel generieren – wo es bei uns doch regelmäßig schon an der Sanierung der Schulklos scheitert?

Raphael Brandmiller: Die aktuelle Stadtregierung lebt den Glaubenssatz „Augsburg hat kein Geld und wird nie welches haben“ als unveränderbare Gesetzmäßigkeit. Wir halten das für einen Kardinalfehler. Aus unserer Sicht ist die zentrale Frage, wie bekommen wir wieder Geld in die Stadt, um uns den für Entwicklungen notwendigen Gestaltungsspielraum zu schaffen? Und wie muss sich Augsburg in einer Welt, die sich aktuell rasant verändert zukünftig positionieren?  Unser Plan „AUX 2036“ ist die strategische Antwort auf diese Fragen und die neue Realität. Er versteht sich als Businessplan für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Stadt – mit klaren Prioritäten, messbaren Zielen und einem strukturierten Umsetzungspfad.

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