Start Stadt & Region Wie Augsburg die Sperrung der Maxstraße testet

Wie Augsburg die Sperrung der Maxstraße testet

Alle Infos zum Einsatz der ersten Parklets in der Maxstraße

Einfach nur keine Autos mehr parken lassen, das soll in der Augsburger Maximilianstraße nicht (überall) stattfinden. Im Zuge der Schaffung eines fußgängerzonenähnlichen Straßenzugs der Augsburger Prachtmeile sollen demnächst vier sogenannte Parklets für Passanten auf insgesamt sechs bisherigen Parkplätzen aufgestellt werden. Dabei handelt es sich quasi um wetterfeste Holzmöbel in Modulbauweise, die zum Sitzen einladen und die auch Pflanzen Platz bieten.

„Die Möbel sind eine stabile Metallkonstruktion mit einer Holzbeplankung und so konstruiert, dass sie den Anforderungen des öffentlichen Außenraums standhalten“, erklären der Augsburger Pressesprecher Stefan Sieber und Wulf Kramer von der Herstellerfirma. Während die Firma üblicherweise mit auffällig farbigen Möbeln Akzente ins Stadtbild zu bringen versuche, müsse man für Augsburg umdenken. Hier, so Sieber, „wurden diese an das Erscheinungsbild der Maximilianstraße angepasst“. Das verlangt von der Herstellerfirma Farben zu verwenden, die mit den umliegenden Häuserfassaden abgestimmt sein sollen.

Wann die Parklets auf die Maxstraße kommen

Wo konkret die vier Parklets stehen werden, soll sich erst kurzfristig entscheiden. „Aufgrund der verschiedenen Baustelleneinrichtungen werden die exakten Standorte im Lauf der kommenden Woche festgelegt“, so Sieber. „Die Parklets werden alle in der nördlichen Maximilianstraße platziert werden. Zwei auf der Ostseite, zwei auf der Westseite.“ Stehen sollen die vier Sitzbereiche ab dem 25. August mindestens bis in den Oktober hinein. Nach Worten von Wulf Kramer wäre es auch kein Problem, die Möbel ganzjährig im Freien stehen zu lassen, von der Bauweise seien sie darauf ausgerichtet. Die Bauweise der Parklets sei modular angelegt, sodass die einzelnen Bestandteile in verschiedener Art und Weise kombiniert werden können. Die Parklets müssen nicht auf der Straße verankert werden.

Grundbestandteil der Module ist eine Art hölzernes Podest, auf dem zunächst eine 1,20 Meter breite „Sitzbank“ mit etwas erhöhter Rückenlehne steht. Diese Breite ist für zwei nebeneinander sitzende Erwachsene bemessen. Die Bank-Module werden üblicherweise so aufgestellt, dass die Lehne zum Straßenraum abgrenzt, die Blickrichtung Sitzender zu den Häusern verläuft. Gegenüber der Sitzbank kann zum Gehweg hin entweder ein Hocker (ohne Lehne) gleicher Breite oder ein Pflanzkübel angebracht werden. In der Regel befindet sich zwischen zwei Bänken ein Einstieg in die Sitzgruppe. Zu den beiden Stirnseiten hin können die Module offen bleiben oder mit Pflanzkübeln geschlossen werden.

Eine Betreuung und Reinigung der Parklets findet laut Sieber im Rahmen der städtischen Aufgaben statt. Ein weiterer Vorteil der modularen Bauweise der Parklets: Sie sind nicht an ihren Erst-Standort in der Maxstraße gebunden. Sie können, so Sieber, ebenso gut anderswo verwendet werden. Es sei durchaus an eine derartige Verwendung gedacht: „Sie werden gekauft, damit sie auch in anderen Stadtteilen eingesetzt werden können.“ Zu den Kosten, insgesamt rund 100.000 Euro, erklärt er: „Der Großteil der Parklets wird über ein Förderprogramm finanziert, ein Teil von der City Initiative Augsburg gesponsert und der Rest wurde von Augsburg Marketing finanziert. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm der Regierung von Schwaben „Innenstädte beleben“.

KEINE AUSGABE MEHR VERPASSEN

Erfahren Sie als Erster, wenn unser neues Magazin veröffentlicht wird – exklusiv vor allen Anderen!

Prüfe deinen Posteingang oder Spam-Ordner, um dein Abonnement zu bestätigen.

Die mobile Version verlassen