Seit fast zwei Jahrzehnten bricht das Fan-Projekt „Augsburg Calling“ Grenzen auf. Jetzt soll eine neue Stiftung das Lebenswerk von Gründer Gerhard Seckler dauerhaft absichern.

Gerhard Seckler ist ein echtes Augsburger Original. Erst vor wenigen Tagen, am 4. Juni, feierte er seinen 64. Geburtstag. In der Region und weit darüber hinaus kennt man ihn jedoch unter einem ganz anderen Namen: der „General“ (englisch ausgesprochen). Diesen Spitznamen verdankt er einem Foto aus dem Jahr 1979, als ihm bei einem Auftritt seiner damaligen Punkrock-Band Skandal ein Kumpel eine US-Offiziersmütze aufsetzte. Das Image blieb. Seckler, der heute unter anderem im Brecht-Haus an der Kasse oder bei der Augsburger Kahnfahrt im Bootsverleih sitzt, war schon immer tief in der US-amerikanischen Pop- und Rockkultur verwurzelt. Er kickte einst in jungen Jahren mit Tote Hosen Frontsänger Campino nach gemeinsamen Konzerten mit dessen Vorläuferband ZK und verkörpert den Geist des Rock ’n’ Roll wie kaum ein anderer in der Fuggerstadt. Doch seine größte Lebensleistung schuf er abseits der Konzertbühnen: die bundesweit geschätzte Faninitiative Augsburg Calling.