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Freitag, 14. Juni 2024

Ein PSD-Projekt: Gemeinsam Flüsse befreien

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Wussten Sie, dass nur 18 Prozent der bayerischen Flüsse als ökologisch intakt gelten? Die PSD Bank München – mit Sitz in Augsburg – hat es sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern. Gemeinsam mit dem WWF Deutschland will die PSD die Flüsse der Region „befreien“. Manchmal hilft es schon, wenn man dafür ein paar Steine versetzt. Wir haben die Aktion knietief im Wasser stehend begleitet.

PSD Bank München-Vorstand Thomas Palus greift sich einen Zehn-Kilo-Stein und hievt ihn etwa einen Meter weiter. Dabei steht er bis zu den Kniekehlen in der zehn Grad kalten „Kleinen Paar“. Einem Flüsschen, das mitten durch die Gemeinde Baar fließt. Stein um Stein platziert Palus so, dass im sonst trägen Gewässer Stellen mit starker Strömung und gleichzeitig auch ruhigeren Bereichen entstehen. Unterstützt wird der Naturfreund dabei von rund 20 freiwilligen Helferinnen und Helfern der PSD Bank und des WWF. Auch Roman Pekis, Bürgermeister der Gemeinde, schleppt heute Steine für den guten Zweck.

Mit Flussbausteinen und Kies bringen die PSD-Freiwilligen wieder Leben in die Kleine Paar

Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: Ein 40-Tonnen-Sattelzug karrt Flussbausteine und Kies heran und die Freiwilligen verteilen alles und bringen dadurch wieder Bewegung und Leben in den Fluss. Denn die „Kleine Paar“ – im Geschäftsgebiet der PSD Bank fließend – strömt nicht mehr so, wie es die Natur für sie eigentlich vorgesehen hat.

Hier ist Teamwork gefragt.

„Unsere Vorfahren wollten Land gewinnen und das Wasser schnell aus der Landschaft ableiten. Der einst geschwungene Flusslauf wurde also begradigt. Gleichzeitig wurde das Gewässer mit künstlichen Abstürzen, so genannten Sohlschwellen, stabilisiert. Diese bremsen den Lauf des Flusses, sodass er nach und nach verschlammt“, weiß WWF-Mitarbeiterin Sigrun Lange. Die Folge: Im trüben Wasser schwindet das Leben. Neun der ursprünglich in Bayern heimischen Fischarten, wie etwa der Atlantische Lachs oder der Atlantische Stör, seien bereits verschwunden. Im Rahmen seines Projekts „Lebendige Flüsse“ will der WWF den natürlichen Verlauf von Flüssen in Deutschland erhalten oder wiederherstellen. Ein Mammutprojekt. Die PSD Bank München unterstützt die Aktion mit Hilfe ihrer Gewinnsparerinnen und -sparer. Über den Projektzeitraum von 2022 bis 2026 sind dabei bereits insgesamt 100.000 Euro zusammengekommen.

PSD-Vorstand Thomas Palus: Gewässer wie Flüsse auch “Quelle der Inspiration und ein wichtiger Erholungsraum für die Bevölkerung“

„Geld zu spenden ist das eine, wenn man aber selbst mit anpackt, versteht man den Sinn und die Notwendigkeit des Projekts noch einmal besser“, freut sich PSD-Vorstand Thomas Palus nach getaner Arbeit.

Ein Naturschutz-Einsatz an dieser Stelle sei für alle Freiwilligen also Ehrensache: „Für die Menschen sind die Gewässer wichtiger kultureller Teil ihrer Umwelt. Sie sind nicht nur Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen, sondern sie sind auch Quelle der Inspiration und ein wichtiger Erholungsraum für die Bevölkerung“, so Palus. Deshalb sei es für ihn als Mitarbeiter einer regionalen Genossenschaftsbank selbstverständlich, mit anzupacken. [Verlagsveröffentlichung]

V. li.: Christoph Will und Thomas Palus (beide PSD-Bank) mit Sigrun Lange und Thomas Werner (beide WWF).

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