Schadstoffprüfung ohne Befund – Sanierungskosten fallen deutlich geringer aus als befürchtet.

Seit dem 19. Januar herrscht in der Turnhalle des St.-Anna-Gymnasiums Augsburg gähnende Leere – zumindest, was den regulären Sportunterricht betrifft. Ein akuter Schaden an der Deckenabhängung zwang die Stadt Augsburg aus Sicherheitsgründen zur sofortigen Sperrung. Der Grund war ein konstruktives Versagen der Holz-Akustikverkleidung: Befestigungen rissen aus, Platten spreizten sich und drohten im schlimmsten Fall auf den Hallenboden zu stürzen. Die Nutzung der Halle war schlichtweg zu gefährlich.

Um die Schülerinnen und Schüler trotzdem in Bewegung zu halten, musste die Schule in den vergangenen Wochen kreativ improvisieren. Kurzfristig wurden verschiedene Alternativen auf die Beine gestellt: Die Klassen wichen für monatlich zehn Nutzungszeiten in die Erhard-Wunderlich-Halle aus, schnürten im Januar und Februar die Schlittschuhe, verlegten den Unterricht ins Gögginger Stadtbad oder unternahmen Spaziergänge im nahegelegenen Wittelsbacher Park. Sogar Tischtennis in der Schulaula stand als Notlösung auf dem Programm, da Sport im Freien witterungsbedingt kaum möglich war.

Entwarnung bei der Schadstoffprüfung in der Turnhalle des St. Anna Gymnasium Augsburg

Bevor jedoch die dringend notwendigen Reparaturarbeiten an der Hallendecke starten konnten, stand eine wichtige Prüfung aus: Ein Gutachten musste klären, ob in der kaputten Holz-Akustikverkleidung gefährliche Schadstoffe schlummern.

Nun gibt es endlich gute Nachrichten für die Schulgemeinschaft und die Stadtkasse. Wie Reinhard Maier, Amtsleiter des Amtes für Bildungsimmobilienmanagement, auf Nachfrage mitteilt, brachten die Ergebnisse der Schadstoffuntersuchung am vergangenen Donnerstag die erhoffte Entwarnung: Es wurden keine Schadstoffe gefunden.

Rückkehr zum regulären Sportunterricht absehbar

Dieses erfreuliche Untersuchungsergebnis wirkt sich massiv auf die weiteren Sanierungspläne aus – und das gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen schrumpft der finanzielle Aufwand für das Amt für Bildungsimmobilienmanagement erheblich. „Die Kostenschätzung liegt dementsprechend nicht bei 100.000 Euro, sondern bei 55.000 Euro“, erklärt Amtsleiter Maier.

Zum anderen bedeutet der unbedenkliche Befund einen enormen Zeitgewinn für die Schule. Da keine aufwendigen Spezialmaßnahmen zur Schadstoffsanierung nötig sind, kann umgehend mit der Demontage der maroden Holzdecken begonnen werden. Die Arbeiten starten bereits in diesen Tagen. Wenn nun alles nach Plan läuft, hat der sportliche Ausnahmezustand am St.-Anna-Gymnasium ein baldiges Ende: Voraussichtlich kann die Halle schon in zwei bis drei Wochen wieder sicher für den regulären Schulsport freigegeben werden.

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